Technologietitel im Minus
Europäische Börsen schließen mehrheitlich leichter

Die europäischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich leichter geschlossen. Vor allem habe der verhaltene Ausblick des britischen Telekommunikationskonzerns Vodafone den Telekomsektor getrübt, sagten Händler.

Kursverluste verzeichneten auch die Technologietitel in Europa, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs ihre Gewinnprognosen für mehrere US-Technologiekonzerne nach unten korrigiert hatte. Als Begründung führten die Analysten des Bankhauses Auswirkungen der sich abschwächenden US-Konjunktur an. Fallende Chippreise sorgten zudem Händlern zufolge für eine Kursschwäche bei Halbleiterwerten.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am Abend (MESZ) 0,52 % tiefer bei 4 296 Zählern, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,78 % auf 4 477 Punkte fiel.

In New York tendierten die Börsen leichter. Der Dow-Jones-Index gab um 0,2 % auf 10 983 Punkte ab, an der Technologiebörse Nasdaq fielen die Kurse um mehr als 3,3 % auf 2 175 Zähler.

London - Von Vodafone belastet

Die Londoner Börse präsentierte sich leichter. Der FTSE-Index schloss 0,44 % tiefer auf 5 863 Zählern. Vor allem Telekommunikationswerte gerieten Händlern zufolge unter Abwärtsdruck, nachdem Vodafone einen verhaltenen Geschäftsausblick vorgelegt hatte. Die Titel des Konzerns gaben um 3,5 % ab. Die Titel von Mineralölkonzernen konnten nach Händlerangaben dagegen von der Erwartung steigender Ölpreise profitieren. Die Papiere von BP sowie Shell legten je um 0,7 % zu.

Zürich - Bei ruhigem Geschäft leichter

Die Schweizer Börse hat am Dienstag schwächer geschlossen. Der Blue-Chip-Index SMI sank 0,6 % auf 7 615,5 Punkte. Händler verwiesen vor allem auf die Aktien von Nestle und die Finanzwerte, die den Markt gedrückt hätten. Sulzer und Sulzer Medica dagegen erholten sich. Der Markt sei insgesamt auf Konsolidierungskurs.

Paris - Vor allem wegen Technologiewerten leichter

Die Pariser Börse hat mit Kursverlusten geschlossen. Der Blue-Chip-Index CAC 40 gab um 1,14 % auf 5 542 Punkte ab. Vor allem Technologiewerte gaben ab, nachdem die britische Vodafone mit einem negativen Geschäftsausblick den Sektor unter Druck gesetzt hatte. Die Titel von STMicroelectronics gaben um knapp 5 % ab, nachdem eine Bank ihre Gewinnprognose für das Unternehmen nach unten korrigiert hatte. Zudem belaste ein negativer Ausblick in der Halbleiterindustrie den Wert, hieß es.

Mailand - Im Minus trotz Gewinnen bei Energie-Titeln

Die italienischen Aktienwerte gaben nach. Der Mib 30-Index fiel um 0,94 % auf 39 551 Punkte. Verluste bei italienischen Telekommunikations-Papieren nach den schlechten Vodafone-Zahlen hätten Gewinne bei Energieversorgern überlagert, sagten Händler. Die Papiere des staatlichen Energieunternehmens Enel legten um 1,56 % auf 3,72 Euro zu, was Händler mit den Aussichten auf einen baldigen Verkauf eines der Töchterunternehmen begründeten.

Madrid - Minus mit Abschlägen bei Telefonica

Die Börse in Madrid gab im Verlauf bei ruhigem Geschäft etwas nach. Der Ibex 35-Index schloss 0,6 % im Minus bei 9 487 Zählern. Indexschwergewicht Telefonica rutschte nach einer kurzen Rally in negatives Terrain. Die Titel des Telekommunikationskonzerns fielen um 0,9 % auf 17,79 Euro.

Amsterdam - Telekom - und Techwerte leichter

Die niederländischen Aktienwerte schlossen leichter. Der AEX-Index gab 0,59 % auf 590 Zähler ab. Vor allem Technologie- und Telekomwerte verzeichneten Kurverluste. Die Handelsvolumina seien nach dem Feiertag in Großbritannien und den USA noch immer klar unterdurchschnittlich, sagten Händler.

Wien - Leichter - OMV weiter bergauf

Die Aktien der OMV haben am Dienstag das Geschehen an der Wiener Börse bestimmt. Trotz eines Dividendenabschlags in Höhe von 4,30 Euro konnten OMV um 2,5 % 111,50 Euro zulegen. Händler rechneten damit, dass OMV bei 110 Euro eine gute Unterstützung gefunden habe. Der Leitindex ATX schloss nach deutlichen Verlusten in den letzten Handelsminuten mit 1 178,30 Punkten 0,76 % im Minus.

Brüssel - knapp behauptet

Die belgischen Aktientitel schlossen im Minus. Der Bel 20-Index beendete den Handel 0,24 % tiefer bei 2 790 Zählern. Im Mittelpunkt standen unter anderen die Titel der Brauereigesellschaft Interbrew, die nach nach einem Gerichtsentscheid um mehr als 2 % verloren. Der Kurs der Finanzgruppe Fortis, die zu fast einem Viertel den Index bestimmt, kletterte einen Tag vor Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen um 1,17 %. Analysten rechnen mit einem leichten Rückgang des Nettogewinns um rund 15 %.

Stockholm - Leichter mit Telia im Minus

Die Stockholmer Börse präsentierte sich leichter. Der OMX-Index gab 1,25 % auf 942 Punkte nach. Die Aktien der Telekomfirma Telia verzeichneten Verluste von 3,3 % auf 57 skr. Am Vormittag hatte das schwedische Parlament mit der Debatte um eine mögliche Reduzierung des 70-prozentigen Staatsanteils an dem Telekommunikationsunternehmens begonnen. Für Donnerstag wird eine Entscheidung erwartet. Auch Index-Schwergewicht Ericsson gab um 0,5 % ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%