Technologietitel im Minus
JP Morgan Chase zieht US-Banktitel nach oben

Die US-Aktienmärkte starteten überwiegend leichter in die neue Handelswoche. In der ersten Börsenhälfte mussten vor allem Technologiewerte Abschläge hinnehmen, nachdem bekannt geworden war, dass die US-Börsenaufsicht SEC eine informelle Untersuchung gegen das Telekom-Unternehmen Qwest eingeleitet hat

bib/kjo NEW YORK. Der viertgrößte Anbieter von Ortsgesprächen in den USA muss der Behörde nun seine Geschäftspraktiken beim Verkauf freier Netzwerkkapazitäten an konkurrierende Anbieter erläutern. Die Qwest-Aktie gab um 3,7 % nach.

Der technologielastige Nasdaq-Index fiel bis gegen 20.00 Uhr MEZ um 0,7 %. Der Dow-Jones-Index und der S & P-500-Index büßten nach leichten Anfangsgewinnen geringfügig um 0,1 % ein. Insgesamt überwog bei den Investoren die Vorsicht. Viele von ihnen glauben, dass die Kurssteigerungen der vergangenen Woche nicht durch die erwarteten Steigerungen der Unternehmensgewinne gerechtfertigt sind: "Weitere Kursgewinne könnten schwierig sein", sagte dazu etwa Michael Santelli, Manager des Armada Large Cap Value Fund.

Thomas McManus, Investmentstratege bei Banc of America Securities empfahl Investoren derweil, ihr Portfolio umzuschichten. Nur noch 50 % statt bisher 55 % des Geldes sollten in Aktien investiert werden. 45 % sollten in Bonds fließen und 5 % als Barreserve dienen, sagte er.

Auf den Verkaufslisten der Marktteilnehmer standen unter anderem die Titel des Halbleiterherstellers Intel. Sie verbilligten sich um 2,6 %. Kaum besser erging es den Aktien von Qualcomm, die 2,5 % an Boden verloren. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Aufschlägen in den vergangenen Tagen.

Gerüchte über ein Scheitern der geplanten Fusion zwischen Hewlett Packard und Compaq beeinflussten die Aktienkurse der beteiligten Unternehmen. Am Freitagabend hatte der einflussreiche Pensions-Fund Calpers gesagt, er werde gegen den Zusammenschluss votieren. Fusions-Gegner Walter Hewlett sagte am Wochenende, er rechne mit einem Platzen der Verhandlungen. Compaq gaben fast über 3,3 % nach, die Papiere von Hewlett-Packard konnten sich dagegen um rund 2 % verbessern.

IBM notierten 0,8 % im Minus, nachdem die Titel von Analysten herabgestuft worden waren. Die Wertpapierexperten vertraten in ihrer Studie die Meinung, IBM könnte von einem Wirtschaftsaufschwung nur wenig profitieren. Ebenfalls aufgrund eines korrigierten Analysten-Urteils stürzten die Aktien des Chip-Spezialisten Emulex um 8,2 % ab.

Zulegen konnten dagegen die Aktien von JPMorgan Chase. Sie gewannen 4,1 %. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin Barron?s berichtet, die zweitgrößte US-Bank könnte von einer wirtschaftlichen Erholung stärker profitieren als die Konkurrenz. Auch andere Banktitel gewannen. So stiegen American Express im Sog des positiven Berichts um fast 2 %.

Auch für die Titel von Tyco ging es um rund 2 % bergauf: Der Mischkonzern, der aufgrund seiner undurchsichtigen Bilanzierungspraktiken starke Kursabschläge hinnehmen musste, hat ein Angebot über 3 Mrd. $ für seinen Plastik-Bereich erhalten.

Ölaktien waren bei den Marktteilnehmern gefragt. Sie zogen den S & P-500-Index ins Plus, nachdem der Preis von Rohöl sich auf ein Sechsmonats-Hoch erhöht hatte. Grund für den Anstieg sind die politischen Spannungen der USA mit dem Irak. Die Aktie des niederländischen Ölkonzerns Royal Dutch Petroleum legte um 1 % zu. Ebenso erging es den Titeln von Amerada Hess (+0,9 %) und Sunoco (+1,7 %).

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