Technologietitel unter Druck
Deutsche Aktien auf Talfahrt

Zu den Verlierern gehören die Aktien der Allianz und der Dresdner Bank. Beide Häuser segneten am Wochenende die Übernahme der Dresdner Bank ab. Zu den wenigen Gewinnern gehört hingegen die Münchener Rück.

dpa/afx FRANKFURT. An der Frankfurter Börse haben sich am Montag die deutschen Aktien auf Talfahrt befunden. Der Dax gab bis 15.00 Uhr 1,42 % auf 5 747,32 Punkte ab. Am Neuen Markt fiel der Nemax 50 um 2,01 % auf 1 482,15 Zähler. Auch der 70 mittelgroße Werte umfassende MDax büßte 0,99 % auf 4 548,58 Punkte ein.

Unter Druck standen Technologietitel. Die Aktie des Softwareunternehmens SAP verbilligte sich um 4,97 % auf 122,50 Euro. Infineon verloren 4,38 % auf 40,64 Euro. Epcos büßten 1,33 % auf 64,38 Euro ein. Siemens notierten bei 114,34 Euro, ein Minus von 1,09 %.

Auch die Volkswagen -Aktie verlor 3,29 % auf 50,22 Euro. Das Bankhaus Metzler hatte den Titel von "buy" auf "hold" herabgestuft, erklärte ein Frankfurter Händler die Kursverluste.

Die Aktien der Allianz und Dresdner Bank gehörten zu den Verlierern. Die Papiere verbilligten sich um 2,91 % auf 317,49 Euro beziehungsweise 1,46 % auf 50,64 Euro. Am Wochenende hatten die Aufsichtsräte beider Häuser die Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz abgesegnet.

Nach den Kursverlusten am Freitag befand sich die Aktie des Mischkonzerns Preussag auf Erholungskurs. Das Papier kletterte um 2,65 % auf 37,58 Euro. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter hatten ihr Anlageurteil von "Underperform" auf "Neutral" heraufgesetzt.

Käufe spekulativer Anleger haben die im MDax notierten Aktien des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP) um 2,63 % auf 117,00 Euro anziehen lassen. Verschwindet die Aktie der Dresdner Bank nach der Übernahme durch die Allianz vom Kurszettel, würde im Deutschen Aktienindex Dax ein Platz frei werden. Nun spekulierten einige darauf, dass als Nachrücker erneut ein Finanzdienstleister aufgenommen würde, sagte Analyst Michael Harms von Delbrück Asset Management.

Zu den wenigen Gewinnern zählten Münchener Rück . Der Titel verbesserte sich um 0,21 % auf 336,00 Euro. Ein Frankfurter Händler sah die Münchener Rück als einen der "stillen Gewinner" der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz. Vor allem die Entflechtung der wechselseitigen Beteiligungen könnte zur Freisetzung sogenannter "stiller Reserven" führen, hieß es.

Auch die Aktie des Essener Energiekonzerns RWE verteuerte sich um 2,70 % auf 41,80 Euro. "Wie es nun aussieht, werden die Essener die spanische Hidroelectrica del Cantabrico nicht übernehmen", erklärte ein Frankfurter Händler. Ferroatlantica SL und die EnBW (Energie Baden-Württemberg) hätten das RWE-Übernahmeangebot für den spanischen Energiekonzern überboten. Der Markt habe RWE zuvor abgestraft, da der Übernahmepreis als zu teuer empfunden wurde.

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