Technologietitel unter Druck
Europas Börsen ohne klaren Trend

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Besonders die Technologiewerte standen nach Angaben von Händlern unter Druck und präsentierten sich sehr volatil. Beherrschendes Thema war Händlern zufolge die Zinsentwicklung in den USA. Zwar habe die Federal Reserve die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen. In ihrem begleitenden Kommentar hatte die Notenbank jedoch vor weiteren Inflationsgefahren gewarnt.

Feuters LONDON. Experten hatten damit gerechnet, dass die Währungshüter ihre Einschätzung auf neutral änderten. Die Technologiebörse Nasdaq gab den Euro-Börsen auf Grund eines schwächeren Handelsverlaufs auch keine Unterstützung.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz tendierte am Abend 0,6 % leichter bei 4852 Punkten, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,9 % auf 5004 Punkte nachgab.



LONDON - FTSE nach volatilem Handel behauptet

Die Londoner Börse hat am Donnestag nach volatilem Handel behauptet geschlossen. Der FTSE büßte 1,9 Punkte auf 6420,4 Zähler ein. Zu den Gewinnern gehörten insbesondere die Bankenwerte, die Händlern zufolge von dem Zinsbericht der Bank of England profitierten. HSBC Barclays und Alliance & Leicester konnten sich alle leicht verbessern, während die Medien- und Technologiewerte am Donnerstag unter Druck gerieten.

ZÜRICH - Gut behauptet - Ruhiger Handelsverlauf

Die Schweizer Börse ist am Donnerstag gut behauptet aus dem Handel gegangen. Der SMI schloss 0,28 % fester bei 8129,1 Zählern. Der Markt wurde nach Händlern zufolge von Einzelwerten geprägt. Im Rampenlicht standen Marktbeobachtern zufolge SAirGroup. Die Gerüchte um den Verkauf von Teilen des Unternehmens oder der gesamten Fluggesellschaft ließen das Papier 9,5 % auf 264,50 sfr steigen. Experten beurteilten einen Verkauf von Swissair jedoch als unwahrscheinlich.

PARIS - BNP belastet

In Paris haben die Aktienwerte am Donnerstag mehrheitlich leichter geschlossen. Der CAC40 verlor 0,3 % auf 6283,06 Punkte. Zu den größten Verlierern gehörten die Titel des Banken-Schwergewichts BNP Paribas. Die Aktien litten Händlern zufolge unter einem mäßigen Quartalsergebnis und verloren 5,8 % auf 93 Euro. Zu den Verlieren zählten am Donnerstag die Technologiewerte, die in den vergangenen beiden Sitzungen die Liste der Gewinner angeführt hatten.

ST Microelectronics büßten 3,2 % auf 52,25 Euro ein und France Telecom schlossen 2,8 % leichter bei 113 Euro.



MAILAND - Leichter infolge von Fed-Kommentaren

Die italienischen Aktienwerte sind am Donnerstag mit einem Minus aus dem Handel gegangen. Der Mib30 schloss 0,75 % schwächer bei 48 401 Zählern. Die Fed-Äußerungen waren an der Börse das Hauptthema, sagten Händler. Unter Druck standen die traditionell zinssensitiven Bankenwerte. Mediobanca verloren 0,16 % und Banca Intesa < büßten 0,58 % ein. Eni litten nach ihren Jahreshoch von 7,05 Euro am Mittwoch zwischenzeitlich unter Gewinnmitnahmen, erholten sich jedoch wieder und schlossen 0,33 % fester.

MADRID - Börse im Sog von Telefonica

An der madrilenischen Börse schlossen die Aktienwerte im Sog von Verluste des Schwergewichts Telefonica in negativem Territorium. Der Ibex büßte 1,5 % auf 10 135,3 Zähler ein. Nach einem Neunmonatsergebnis innerhalb der Erwartungen leide der Telefon-Konzern unter Gewinnmitnahmen, sagten Börsianer. Das Papier verlor 3,1 % auf 21,10 Euro. Für die kommenden Tage rechneten die Experten mit einem volatilen Handelsverlauf, langfristig gebe es jedoch deutliches Aufwärtspotenzial.

AMSTERDAM - Schwache Technologie- und Bankenwerte

Die niederländischen Aktienwerte haben am Donnerstag unter der Kursschwäche von Technologie- und Bankenwerten gelitten. Händlern zufolge belastete zudem die Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen und den jüngsten Aussagen der US-Notenbank den Markt. Der AEX fiel 0,6 % auf 673,48 Punkte. Die Technologiewerte Philips und ASM Lithography büßten 4,5 % auf 42,22 Euro beziehungsweise 3,8 % auf 26,99 Euro ein. UPC gehörten mit Verlusten von 6,7 % zu den stärksten Verlieren und schlossen auf 15,30 Euro.

WIEN - Bei geringen Umsätzen unverändert

Die österreichischen Aktienwerte schlossen nach einem Handelstag mit geringen Umsätzen praktisch unverändert. Der ATX legte um 0,04 % auf 1109,90 Zähler zu. Händlern zufolge hielten sich viele Anleger auf Grund des Verfallstages am Terminmarkt am Freitag zurück. Es fehlten außerdem die notwendigen Impulse, um der Börse eine eindeutige Richtung zu geben. Böhler konnten ihr gutes Neunmonatsergebnis und die Aussicht auf einen Rekordabschluss im Gesamtjahr nicht umsetzen und gaben um 1,37 % auf 36,05 Euro nach.



BRÜSSEL - Dexia stützen Index

In Brüssel schloss der Bel20 am Donnerstag mit Kursgewinnen beflügelt von einem Aufschwung der Dexia -Aktien. Der Index legte 0,67 % auf 3 142,88 Punkte zu. Das Geschäft verlief Händlern zufolge bei geringen Umsätzen lustlos. Dexia würden von den Anlegern als sicherer Hafen angesehen, da der Bankkonzern über kein Investmentgeschäft verfüge. Die Titel legten um 3,89 % zu und beendeten den Handel bei 184,10 Euro. Fortis gaben nach der Abgabe eines Übernahmeangebotes ihrer niederländischen Tochter Fortis NL für den Versicherer ASR zwischenzeitlich nach, gingen jedoch mit einem Plus von 0,28 % bei 35,95 Euro aus dem Handel.



STOCKHOLM - Telekomaktien leichter

An der Stockholmer Börse gaben die Telekomwerte nach den jüngsten Kursgewinnen am Donnerstag nach und zogen den Index nach unten. Händlern zufolge belasteten zusätzlich die jüngsten Äußerungen der US-Notenbank und der ungewisse Ausgang der Präsidentschaftswahlen die Stimmung. Viele Anleger hielten sich daher zurück. Der OMX schloss 1,1 % bei 1139,130 Zählern. Die Aktien des Börsenschwergewichtes Ericsson gaben um 2,4 % auf 121 skr nach. Tele 1 Europe büßten 3,50 skr auf 60,50 Euro ein.

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