Technologietitel verlieren
Europäische Börsen zum Wochenschluss uneinheitlich

Das Interesse richtete sich auf die Umsatzwarnung von Chiphersteller Intel. Die US-Aktie sorgte für deutliche Kursverluste bei Technologietiteln.

Reuters LONDON. Die europäischen Börsen haben sich zum Wochenschluss uneinheitlich präsentiert. Im Mittelpunkt des Handelsinteresses stand am Freitag eine Umsatzwarnung des US-Chipherstellers Intel, die vorübergehend für deutliche Kursverluste bei Technologietiteln an den europäischen Handelsplätzen sorgte. An den meisten Börsen konnten sich die High-Tech-Werte jedoch wieder erholen. Für Entwarnung sorgte die Einschätzung von Analysten, Intels Probleme seien firmenbezogen und nicht industriespezifisch. Stützend auf die Märkte wirkte sich Händlern zufolge auch die Intervention der Notenbanken der USA, Japan und der Eurozone zu Gunsten des Euro aus. Die Impulse für die europäischen Aktienmärkte aus New York waren am Freitag schwach, Marktteilnehmern zufolge jedoch weniger schwach als befürchtet. Der Dow-Jones-Index notierte am Abend um 0,6 Prozent tiefer bei 10.700 Punkten. Der technologielastige Nasdaq lag mit minus 2,86 Prozent bei 3719 Punkten . Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 0,39 Prozent auf 4940 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 0,38 Prozent auf 4803 Zähler.

LONDON - FTSE-Index tiefer

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index um 0,1 Prozent tiefer aus dem Handel gegangen. Das Computerchip ARM Holdings-Unternehmen und der High-Tech-Konzern Bookham Technology litten im Handelsverlauf besonders unter den schwachen Vorgaben der Nasdaq. Der Kurs von ARM fiel vorübergehend um 6,8 Prozent, konnte sich jedoch zu Handelsschluss mit minus 0,1 Prozent knapp behaupten. Die Aktien von Bookham gaben um gut drei Prozent nach.

ZÜRICH - SMI-Index fester

Die Schweizer Börse hat sich am Freitag fester präsentiert. Der SMI Index schloss um 1,4 Prozent im Plus mit 7976 Punkten. Die Intel-Gewinnwarnung belastete jedoch den Bereich der Halbleiter-, Computer, Elektronik- und Internetwerte deutlich nach unten, sagten Händler. Unaxis , Esec , SEZ , Micronas , HPI , New Venturetech sowie Logitech , Swisscom , Kudelski und Distefora mussten kräftig Federn lassen.

PARIS - CAC-Index leicht im Plus

In Paris präsentierte sich der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen um 0,06 höher auf 6258 Zählern. Zu den größten Verlierern gehörten auch am Freitag wieder die France Telecom mit minus 1,2 Prozent auf 115 Euro. Alcatel drehte dagegen nach vorübergehenden Kursverlusten wieder ins Plus und schloss um gut ein Prozent fester mit 79 Euro. Die Gewinnwarnung von Chiphersteller Intel drückte den Kurs von Mikrochiphersteller STMicroelectronics um gut drei Prozent auf 59,15 Euro.

MAILAND - Mib30-Index steigt

Im Mailänder Aktienhandel standen die Telekommunikationswerte im Vordergrund. Der MIB30-Index stieg um 1,18 Prozent auf 45.503 Punkten. Telecom Italia notierten mit minus 0,36 Prozent und TIM gingen mit minus 0,1 Prozent aus dem Handel. MADRID - Ibex-Index freundlich An der Börse in Madrid stieg der Ibex-Index um gut zwei Prozent auf 11.029 Punkte. Die Aktie der Telefonica gewann 3,1 Prozent auf 23,1 Euro. Zuvor hatte das Papier unter Druck gestanden. Versorger Iberdrola stiegen um 3,6 Prozent, nachdem in einer Zeitung von Fusionsgesprächen mit Endesa berichtet worden war.

AMSTERDAM - AEX-Index niedriger

An der Amsterdamer Börse schloss der AEX-Index um 0,4 Prozent tiefer mit 652 Punkten. Zu den größten Verlierern zählte die Fluggesellschaft KLM, nachdem am Donnerstag bekannt wurde, dass die Fusionsgespräche mit British Airways beendet worden seien. Der Kurs der KLM-Aktie stürzte um 21,2 Prozent auf 21,5 Euro ab. Von der Intel-Gewinnwarnung waren das Computerchip-Unternehmen ASM Litography mit einem Kursverlust auf 37,75 Euro (minus fünf Prozent) und Philips bei 47,98 Euro (minus 6,8 Prozent) stark betroffen. WIEN - ATX-Index niedriger Die Wiener Aktien haben sich am Freitag tiefer aus dem Handel verabschiedet. Der ATX schloss um 0,7 Prozent niedriger mit 1157 Punkten. Bank Austria konnte gegen den Trend leicht zulegen und schloss mit plus 0,3 Prozent bei 59,86 Euro. BRÜSSEL - BEL20-Index knapp behauptet In Brüssel schloss der Bel20-Index mit minus 0,1 Prozent knapp behauptet mit 2973 Punkten. Der Computernetzwerk-Anbieter Telindus litt unter den schwachen Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq und fiel um 2,5 Prozent auf 125 Euro. Auch der Elektronikhersteller Barco gab nach und schloss um 2,5 Prozent schwächer mit 128,6 Euro.

STOCKHOLM - OMX-Index knapp behauptet

Die Stockholmer Börse verabschiedete sich zum Wochenende knapp behauptet aus dem Handel. Der OMX-Index schloss um 0,14 Prozent im Minus bei 1254 Punkten. Die Telekommunikationswerte Ericsson und Nokia gehörten zu den größten Verlierern. Der Kurs von Ericsson gab um 3,5 Skr auf 164 Skr nach, Nokia notierte bei 399 Skr um sechs Kronen leichter.

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