Technologietitel verzeichneten Einbußen
Europäische Börsen überwiegend schwach

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag mehrheitlich nachgegeben. Vor allem Technologietitel verzeichneten Einbußen. Händler begründeten das mit schlechten Vorgaben der US-Börsen.

Reuters FRANKFURT. Dort hatten die Märkte den Angaben zufolge in Folge trüber Geschäftsaussichten für Unternehmen und der Sorge von Anlegern über ein mögliches abgeleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession teils deutlich nachgegeben.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am Donnerstagmittag mit 0,59 % bei 3956 Zählern im Minus, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,64 % auf 4 130 Punkte nachgab.

Die wichtigsten US-Trendbarometer, der S&P 500-Future und der Nasdaq-Future deuteten auf einen erneut leichteren Auftakt an der Wall Street hin. Am Mittwoch hatte der Dow-Jones-Index 1,63 % und die Nasdaq um sechs Prozent nachgegeben.

London: Schwächer durch Telekoms

Die Londoner Börse präsentierte sich schwächer, gezogen von Telekomwerten und gestützt von der Einzelhandelskette Marks & Spencer sowie Shire Pharmaceuticals. Gegen Mittag notierte der FTSE-Index 0,93 % schwächer bei 5 561 Punkten. Einbußen um knapp drei Prozent verzeichneten die Aktienwerte von Indexschwergewicht Vodafone. Colt Telecom -Titel fielen 6,55 % auf 770 Pence. Deutlich zulegen konnte dagegen die Einzelhandelsgruppe Marks & Spencer nach der Vorlage eines Restrukturierungsprogramms. Die Titel kletterten 6,6 % auf 265 1/2 Pence. Shire Pharmaceuticals kletterte 5,8 % auf 1 163 Pence. Das Pharmaunternehmen steht kurz vor der Übernahme der kanadischen Biochem Pharma.

Zürich - Freundlich mit Zuschlägen bei Finanztiteln

Die Schweizer Börse präsentierte sich am Donnerstag freundlich. Nach Angaben von Händlern hielten sich Umsätze und Verluste in Grenzen. Einmal mehr dürften die US-Aktien-Futures die weitere Marschrichtung entscheidend beeinflussen, hieß es bei Händlern. Der SMI-Index notierte 0,32 % im Plus bei 6 990 Zählern. Zulegen konnten die Titel der Zurich Finanzgruppe um 1,12 % auf 542 sfr. Der Aktienkurs der Holderbank kletterte 1,1 % auf 1730 sfr.



Paris: Schwächer durch Telekoms

Die Pariser Aktienwerte tendierten schwächer, leicht gestärkt von Zuschlägen bei Lagardere und Equant. Bis zum Mittag verlor der CAC 40-Index 0,85 % auf 5 108 Zähler. Die Mediengruppe Lagardere verzeichnete nach der Vorlage von besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen deutliche Gewinne. Die Titel kletterten um 4,6 % auf 59,10 Euro. Equant gewannen 2,76 % auf 26,83 Euro nach der Vorlage eines optimistischen Geschäftsausblicks 2001. Verluste verzeichneten die Telekomtitel. Der Kurs von Telekomausrüster Alcatel fiel um 7,1 % auf 36,95 Euro.

Mailand: Freundlich mit starkem Bankensektor

Die italienischen Aktienwerte tendierten am Vormittag freundlich. "Wir sind abhängig von der Nasdaq, also haben wir leichter geöffnet", sagte ein Händler. "Dieser Level könnte trotzdem ein Anreiz zum Kaufen sein." Der Mib 30-Index notierte mit 0,54 % im Plus bei 38 452 Punkten. Olivetti stiegen 2,85 % auf 2,24 Euro. Finanztitel verzeichneten ebenfalls Gewinne. Die Banca Di Roma-Titel gewannen 2,5 % auf 1,16 Euro, die Monte Paschi Bank-Titel kletterten 1,23 % auf 4,04 Euro.

Madrid: Leichter durch Techwerte

Die Börse in Madrid präsentierte sich am Donnerstag leichter, gezogen von Technologiewerten. Der Ibex 35-Index notierte am Mittag 0,26 % schwächer bei 9 140 Punkten. "Wir sind wieder klar auf dem Weg in die Verlustzone", sagte ein Händler. "Es fehlt das Vertrauen in den Markt, und es gibt keinen Grund zum Kaufen." Die Titel von Indexschwergewicht Telefonica verloren bis zum Mittag 0,39 % auf 17,75 Euro. Der Aktienkurs der Internetsparte Terra Lycos verlor 1,01 % auf 10,73 Euro.

Amsterdam: Leichter mit Verlusten bei Philips

Die niederländischen Aktienwerte präsentierten sich am Donnerstag leichter. Gegen Mittag notierte der AEX-Index um 0,45 % schwächer bei 550 Punkten. Abgaben verzeichneten vor allem die Telekomwerte mit KPNQwest, die 5,6 % nachgaben, und UPC, die 3,2 % verloren. Versatel Telecommunication verloren 3,5 % auf 5,86 Euro. Die Aktien des Elektronikkonzerns Philips gerieten vor der Hauptversammlung am Mittag unter Druck und notierten 4,5 % im Minus bei 30,65 Euro.

Wien: Leichter bei schwachem Handel

Die österreichischen Aktienwerte präsentierten sich bei schwachen Umsätzen leichter. "Das sind wir ja schon gewöhnt, dass die Umsätze flau sind", sagte ein Händler. Der Blue-Chip-Index ATX notierte 0,31 % tiefer bei 1165 Punkten. Cybertron fielen um 9,73 % auf 3,71 Euro nach der Vorlage von Geschäftszahlen. Das Telekomunternehmen hatte im vergangenen Jahr seinen Verlust deutlich ausgeweitet. Die Titel der Ersten Bank gaben knapp ein Prozent auf 58,03 Euro ab. VA Technologie kletterten sieben Prozent auf 38,83 Euro. Zuvor hatte das Tochterunternehmen VA Tech Hydro die 51-prozentige Beteiligung an der norwegischen Moller Energi bekannt gegeben.

Brüssel: Schwächer mit Verlusten im Finanzsektor

Der belgische Aktienhandel verlief bis zum Mittag zurückhaltend in Erwartung der EZB-Sitzung am Nachmittag. "Es ist ein Herumbalancieren zwischen Panik und Hoffnung auf eine Zinserhöhung", sagte ein Händler. Der Bel 20-Index notierte 0,83 % schwächer bei 2736 Punkten. Verluste verzeichneten die Finanzgruppe Dexia mit 1,45 % im Minus und die KBC Bancassurance mit 2,15 % im Minus bei 42,33 Euro. Die Titel des Einzelhandelsunternehmens GIB fielen 2,67 % auf 41,85 Euro nach der Vorlage von enttäuschenden Geschäftszahlen für 2000.

Stockholm: Schwach mit Abschlägen bei Telekoms

Die Stockholmer Börse präsentierte sich schwach mit deutlichen Verlusten im Telekom-Sektor. Gegen Mittag notierte der OMX-Index 2,5 % tiefer bei 841 Punkten. Deutlich abgeben musste die Textilkette Hennes & Mauritz nach der Vorlage von Geschäftszahlen, die schlechter als erwartet ausfielen. Die Titel verloren 15,7 % auf 157,50 skr. Der Kurs des Mobiltelefonherstellers Ericsson büßte nach den schlechten Nasdaq-Vorgaben 4,06 % auf 59 skr ein.

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