Technologietitel weiter in der Schusslinie
Neuer Markt mit Tiefstständen zum Wochenausklang

Der Neue Markt hat nach weiteren Gewinnwarnungen aus dem Hochtechnologiesektor am Freitag neue Tiefststände markiert.

dpa-afx FRANKFURT. Der weltweit führende Herstellers von Speicherelementen EMC Corp und der Mikroprozessor-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) hatten erklärt, sie würden ihre Planzahlen für das zweite Quartal verfehlen. Der Nemax 50 brach um 6,57 % auf 1 198,04 Punkte ein. Der Nemax All Share verlor 4,98 % auf 1 306,86 Stellen.

"Es bleibt dabei: Es geht unter 1000 Punkte," sagte ein Händler. "Die Privatanleger machen gar nichts mehr. Die lecken ihre Wunden," fügte er hinzu. Von Panik könne man aber nicht mehr reden. "Panik herrschte Anfang der Woche. Ich würde mal eher von langsamem Wegsterben sprechen," sagte ein anderer Marktteilnehmer. Es sei sowieso keine Erholung auf breiter Front zu erwarten, stellte einer der Marktteilnehmer fest. Es gebe keinen Grund, irgendwo einzusteigen.

Steag Hamatech verloren 17,16 Prozent auf 8,45 Euro. Der Spezialmaschinenbauer, der Anlagen für die Produktion von CD und DVD herstellt, hatte zuvor eine Gewinnwarnung ausgegeben. "Die Meldung trug auch nicht gerade zur Vertrauensbildung am Neuen Markt bei," sagte ein Händler. Zudem gäben institutionelle Anleger jetzt auch die Werte ab, die bislang noch verhältnismäßig gut gelaufen seien, hieß es.

Der Branchenkollege Singulus Technologies hielt sich dagegen als einziger Nemax-50-Wert im Plus. "Das Unternehmen ist besser im Markt positioniert," sagte ein Händler. Hin und wieder gebe es von diesem Unternehmen auch eine gute Nachricht, so dass sich das Papier auch bei ständig fallenden Kursen in den vergangenen Monaten relativ gut gehalten habe. Singulus kletterten 3,17 Prozent auf 23,73 Euro.

Das im Nemax-All-Share gelistete Biomedizin-Unternehmen Curasan setzte seinen Höhenflug vom Donnerstag fort. Die Aktie kletterte 36,16 Prozent auf 9,94 Euro. Hier wirke sich nach wie vor die Zulassung des Knochenaufbaumaterials "Cerasorb" für die Behandlung des gesamten Skeletts positiv aus, hieß es im Handel. "Der Markt hangelt sich von einer Hoffnung zur anderen," sagte ein Marktteilnehmer. Bereits am Vortag war von "Übertreibungen" die Rede gewesen.

Chip-Aktien hatten unter der AMD-Gewinnwarnung am meisten zu leiden. ACG verloren 10,94 Prozent auf 11,40 Euro. Ce Consumer gaben 8,53 Prozent auf 6,86 Euro ab. Dialog Semiconductor gingen mit 3,95 Euro 5,95 Prozent leichter aus dem Handel. Elmos Semiconductor verloren 3,16 Prozent auf 19,30 Euro, Konton 9,42 Prozent auf 35,95 Euro.

Auch Constantin Film, die bei mäßigen Umsätzen 12,98 Prozent auf 9,05 Euro verloren, standen weit oben auf der Verliererliste. "Die werden aus Sympathie mit Senator verkauft", sagte ein Händler. Senator Entertainment verbilligten sich um 6,98 Prozent auf 5,00 Euro.

Brokat rutschten zeitweise unter zwei Euro. Die Aktie verlor schließlich 14,89 Prozent auf 2,00 Euro. "Brokat ist unter fünf Euro. Da gucke ich nicht mehr hin", sagte ein Marktteilnehmer.

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