Technologiewerte an der Spitze der Verlierer
Dax dreht ins Plus

Nach einem schwachen Start und moderaten Vormittagsabschlägen hat der Dax am Montagmittag zum Sprung in die Gewinnzone angesetzt. Zuletzt stand das Kursbarometer mit 0,5 % im Plus bei 5.781,75 Zählern. Der gesunkene ifo-Geschäftsklima-Index hatte keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Index.

dpa-AFX FRANKFURT.

Wegen schwacher Quartalszahlen und eines Ausblicks, den Analysten als "ganz schlecht" bezeichneten, büßten Infineon 0,95 % auf 27,04 Euro ein. Nach Meinung der Analysten der Bankgesellschaft Berlin (BGB) sind die Zahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Auch der Ausblick passe ins konjunkturelle Bild, heißt es. Nach Einschätzung eines Händlers ist der Ausblick düsterer als bisher gehofft: Bisher konnte Infineon einen Verlust im Gesamtjahr nicht ausschließen; jetzt werde mit Sicherheit mit einem Verlust gerechnet. Eine weitere Reduzierung des Gewinnerwartungen sei auf Grund des Ausblicks wahrscheinlich, sagt der Analyst der BGB.

Auch Epcos und Siemens tendierten im Verlauf des Vormittages weiter schwach, schafften aber einen Turnaround. Epcos gewannen 0,5 % auf 54,29 Euro ab, Siemens 0,6 % auf 60,70 Euro. Besonders schwach starten MLP an ihrem ersten Handelstag im Dax. Der Finanzdienstleister verliert zeitweise über vier Prozent und ist damit stärkster Verlierer im Dax, grenzt die Abgaben dann aber auf 1,33 % und einen Kurs von 104,59 Euro ein. Die meisten Investoren haben noch etwas zu hohe MLP-Bestände, sagt ein Händler zur Begründung.

Daimler-Chrysler verlieren deutlich stärker als der Markt mit einem Minus von 2,09 % auf 56,59 Euro. Berichte, denen zufolge die US-Lastwagentochter Freightliner von Daimler-Chrysler in diesem Jahr ein Verlust von mehr als einer Mrd. DM droht, werden von einem Marktteilnehmer als nicht ganz neu eingeschätzt. Jedoch belaste die angebliche Rechtfertigung von Jürgen Schrempp, die Verantwortlichen der einzelnen Bereiche hätten weitgehend unternehmerische Freiheiten, nach seiner Einschätzung die Stimmung für Daimler-Chrysler weiter. Zudem drückten Gewinnmitnahmen den Kurs.

Stada , die am Montag erstmals im MDax notieren, können sich mit einem Plus von 0,1 % und einem Kurs von 31,04 Euro gegen den Trend stemmen. Gegen den Trend 2,2 % zulegen auf 21,05 Euro können auch Bilfinger & Berger. Vorstandssprecher Herbert Bodner hatte angekündigt, dass Zukäufe in den USA für den Konzern aktuell kein Thema mehr seien. Man wolle aus eigener Kraft ein Standbein im Bereich Verkehrs-Infrastruktur aufbauen.

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