Technologiewerte beflügelten
Europäische Börsen schließen freundlich

Hoffnungen auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten haben am Freitag den meisten Aktienbörsen in Europa eine Verschnaufpause beschert.

Reuters. Hoffnungen auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten haben am Freitag den meisten Aktienbörsen in Europa eine Verschnaufpause beschert. Auch die Erholung der Technologiewerte nach der guten Nasdaq-Vorgabe habe den europäischen Aktienmärkten auf die Sprünge geholfen, sagten Händler. Zu Börsenschluss in Europa wies der Nasdaq-Composite-Index ein Plus von 3,9 % auf 3 194 Punkte aus.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz legte bis zum Abend um 0,8 % auf 4 755 Zähler zu, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) erhöhte sich um 0,5 % auf 4 773 Punkte.



London - FTSE-Index von Telekomwerten beflügelt

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index um 1,3 % auf 6 209,6 Punkte gestiegen. Händler erklärten den Indexanstieg mit einer Rally bei den Telekomwerten, die im Zuge von kursgünstigen Anschaffungen kräftig zulegen konnten. Im Wochenvergleich gab das Börsenbarometer allerdings um 2,8 % nach. Beflügelt von der Nasdaq sprangen Vodafone um 8,8 % und British Telecom um 4,6 %. Auf der Verliererseite standen dagegen die Aktien von British Airways mit einem Minus von 1,5 %. Händler verwiesen auf die hohen Ölpreise, die die Treibstoffpreise erhöhen.



Zürich - SMI-Index tendiert schwächer

Die Schweizer Börse hat schwächer geschlossen. Der SMI-Index beendete den Handel 62,1 Punkte tifer bei 7 633,5 Zählern, womit er sich über der wichtigen Unterstützungsline bei 7 600 Punkten halten konnte. Nervös blieb nach Händlerangaben die Stimmung bei den Bankaktien. Die Sorge der Anleger, dass die großen Investmentbanken angesichts allgemein schwacher Finanzmärkte und steigender Ölpreise ihre besten Zeiten erst einmal hinter sich haben könnten, habe den Sektor beherrscht, sagten Händler. Die Aktien der CS Group verloren 16 sfr auf 292 sfr.



Paris - CAC-Index wieder über 6 000 Punkten

In Paris präsentierte sich die Börse fester. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen stieg um 1,3 % auf 6 209 Zähler, womit er über der pychologisch wichtigen Marke von 6 000 Punkten schloss. Wie an anderen europäischen Börsen konnten in Paris insbesondere die Hochtechnologiewerte im Schlepptau der günstigen Entwicklung an der Nasdaq zulegen. Alcatel kletterten beispielsweise um 5,5 % und STMicroelectronics um gut 17 %.



Mailand - Mib30-Index mit fester Tendenz

Im Mailänder Aktienhandel standen die Telekomwerte im Vordergrund. Händler sagten, dass sich der Telekomsektor deutlich erholt habe. Olivetti kletterten um knapp 5 %, Telecom Italia um 4,5 %. Der Markt sei überverkauft gewesen, sagten Börsianer. Am Neuen Markt in Italien legten die Kurse nach den guten US-Vogaben durchschnittlich um 2,3 % zu. Der MIB30-Index erhöhte sich um 2 % auf 44 424 Zähler.



Madrid - Ibex-Index sehr schwächer

An der Börse in Madrid schwächte sich der 35 führende Werte umfassende Ibex-Index um 2,2 % auf 10 385,4 Punkte ab. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Börsen kam es in Madrid nicht zu einer Erholung der High-Tech-Werte. Indexschwergewicht Telefonica gab 2,8 % ab, die Internettochter Terra Networks büßte deutliche 8,4 % ein. Ebenfalls auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien des Energiekonzerns Repsol mit einem Minus von 6,6 %. Händler begründeten den Verlust mit einem Kredit über 10 Mrd. Euro, den Repsol aufnehmen will.

Amsterdam - AEX-Index gut behauptet

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse leicht gestiegen. Der AEX-Index erhöhte sich um 0,12 % auf 642 Zähler. Zu den größten Gewinnern zählten die Hochtechnologiewerte, die sich im Sog des Nasdaq-Anstiegs deutlich erholen konnten. Die Aktien des Chipherstellers ASM Lithography kletterten um 6,8 %. Philips sprangen um 6,4 %. Bei den Telekomwerten setzte ebenfalls eine technische Gegenbewegung ein. KPN Telecom verteuerten sich um 1,5 %.



Wien - ATX-Index schwächer

Die Wiener Börse ging mit einem Minus von 1,5 % ins Wochenende. Der 22 Werte umfassende ATX schloss mit 1 096,30 (1112,90) Zählern. Acht festeren Titeln standen 14 schwächere Titel gegenüber. Hauptverantwortlich für das Minus war das Index-Schwergewicht Bank Austria , das auf 58,45 (61,50) Euro nachgab. Weiter abwärts ging es auch mit Mayr-Melnhof, die bereits in den vergangenen drei Tagen jeweils auf neue Jahrestiefs gefallen waren. "MMK hat die Unterstützungslinie von 40 Euro wahrlich durchsprintet - das sieht jetzt technisch nicht gut aus, Tendenz weiter abwärts", sagte der Marktteilnehmer. MMK fielen auf 39,30 (40,70) Euro.



Brüssel - BEL20-Index fester

In Brüssel tendierte der Bel20-Index fester. Das Börsenbarometer erhöhte sich um 0,8 % auf 3 011 Punkte. 13 Titel schlossen mit Gewinnen, sieben mit Verlusten. Real Software sprangen um 19,15 % auf 22,65 Euro in die Höhe, was Händler mit einer technischen Reaktion und der positiven Entwicklung an der US-Computerbörse Nasdaq erklärten. Am Vortag war die Aktie mit 17,02 Euro auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Electrabel rückten um gut zwei Prozent vor. Händler verwiesen auf Fusionsspekulationen.



Stockholm - OMX-Index etwas fester>

Etwas fester war die Tendenz an der Stockholmer Börse. Der 30 Werte umfassende OMX-Index rückte um 0,7 % auf 1 171 Punkte vor. Börsenschwergewicht Ericsson erholte sich um 1,50 Schwedische Kronen auf 144 Kronen. Konkurrent Nokia gab hingegen eine Krone auf 314 Kronen ab.

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