Technologiewerte belasten
Europäische Börsen deutlich leichter

Die europäischen Börsen haben sich aufgrund wachsender Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung der USA am Montag teilweise deutlich leichter präsentiert.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben sich Händlern zufolge aufgrund wachsender Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung der USA am Montag teilweise deutlich leichter präsentiert. Die jüngsten Konjunkturdaten deuteten auf eine Abschwächung des Wachstums hin und nährten die Besorgnis um einen möglichen Rückgang der Unternehmensgewinne, hieß es. Unter diesen Spekulationen litten die Technologiewerte traditionell am stärksten. Außerdem belaste das anhaltende Tauziehen um das Weiße Haus die Stimmung, hieß es.

Der Nasdaq hatte am Freitag um 1,82 % auf 2645,29 Punkte zugelegt. Bei Börsenschluss in Europa hatte der Technologie-Index allerdings wesentlich deutlicher im Plus gelegen. Der Dow Jones war mit einem Minus von 0,39 % bei 10 373,54 Zählern aus der Sitzung gegangen. Am Montagvormittag (MEZ) deuteten der Nasdaq - und der S&P-Future deuten mit einem Minus von 27,50 Punkten auf 2543 Zähler beziehungsweise sechs Punkten auf 1314,50 Zähler auf eine schwächere Eröffnung der Wall Street hin. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor bis gegen 12.20 Uhr 1,62 % auf 4605,51 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,97 % auf 4743,73 Punkte nachgab.

London - Vodafone belasten bei ruhigem Geschäft

An der Londoner Börse haben die Aktien unter dem Druck der Kursverluste des Schwergewichtes Vodafone nachgegeben, sagten Händler. Die Aktie verlor 2,07 % auf 248-1/4 Pence. Der FTSE büßte 0,81 % auf 6120,7 Zähler ein. Insgesamt verlief das Geschäft jedoch ruhig, hieß es. Im Rampenlicht standen unter anderem Abbey National. Presseberichten zufolge wolle Lloyds TSB ein Übernahmeangebot für Abbey abgeben. Die Aktie festigte sich um 4,4 % auf 115-1/2 Pence. Lloyds tendierten 0,67 % fester bei 678-1/2 Pence.



Zürich - Nach knapp behauptet

Die Schweizer Börse präsentierte sich Börsianern zufolge aufgrund uneinheitlicher US-Vorgaben knapp behauptet. Der SMI gab um 0,65 % auf 7997,80 Zähler nach. Für den weiteren Tagesverlauf rechneten die Experten jedoch mit anziehenden Kursen. Gefragt waren unter anderem Nestle, die von der Übernahme von Quaker Oats durch PepsiCo profitierten. Damit seien die Spekulationen um eine möglicherweise überteuerte Übernahme von Quaker aus der Welt, hieß es. Nestle stiegen um 0,84 % auf 3837 sfr.

Paris - Technologiewerte belasten

In Paris verlor die Börse am Vormittag aufgrund der Verluste bei den Technologiewerten, sagten Marktteilnehmer. Der CAC40 rutschte um 2,17 % auf 5807,43 Punkte ab. Die Herabsetzung der Zeichnungsspanne für die Aktien des "Smart Card"-Herstellers Gemplus habe die Stimmung besonders belastet, hieß es. Dem Unternehmen zufolge würden angesichts des schlechten Marktumfeldes die Papiere nun zwischen 5,75 und 8,25 angeboten. Ursprünglich lag der Mindestpreis bei 7,25 Euro. Thomson-CSF gaben nach den jüngsten Kurssteigerungen um 4,11 % auf 52,55 Euro nach.



Mailand - Mib30 folgt europäischem Trend

Die italienischen Aktienwerte sind nach Aussage von Händlern am Montag dem europäischen Trend gefolgt. Der Mib 30 büßte 2,03 % auf 45 642 Zähler ein. Belastend wirkten sich dabei vor allem die Verluste der Telekom - und Technologiewerte aus, hieß es. Olivetti und Telecom Italia gaben um 1,97 % auf 3,28 Euro beziehungsweise um 2,25 % auf 13,20 Euro nach.

Madrid - Mehrheitlich leichter

An der madrilenischen Börse haben die Aktien am Montagvormittag mehrheitlich leichter tendiert. Der Ibex gab um 2,43 % auf 9112,3 Punkte nach. Unter Druck standen vor allem Bauunternehmer und Energieversorger. Telefonica sorgte dabei mit einem Minus von 3,39 % auf 17,95 Euro für zusätzliche Belastung. Im Mittelpunkt des Interesses standen unter anderem Sol Melia, um 0,33 % auf 9,08 Euro nachgaben. Presseberichten zufolge hat das Unternehmen an Angebot für die Hotel-Sparte der britischen Granada-Gruppe abgegeben.

Amsterdam - Nasdaq-Vorgaben belasten

Die niederländischen Aktienwerte wurden Börsianern zufolge von den Nasdaq-Vorgaben unter Druck gesetzt. Der US-Technologieindex hatte am Freitag nach Börsenschluss in Amsterdam nachgegeben. Der AEX büßte 1,51 % auf 650,35 Zähler ein. Insgesamt verlaufe das Geschäft bei richtungslosem Handel ruhig, hieß es. Unter den Technologiewerten standen ASM Lithography unter besonders starkem Druck und rutschten um 6,39 % auf 23,44 Euro ab. Getronics setzten nach den jüngsten Tiefständen ihre Erholung fort und stiegen gegen den Branchentrend um 0,33 % auf 6,06 Euro.



Wien - ATX folgt europäischen Vorgaben

Die österreichischen Aktienwerte tendierten im Gefolge der Verluste der europäischen Börsen ebenfalls leichter. Der ATX verlor 0,99 % auf 1065,36 Zähler. Angesichts fehlender eigener Impulse hänge die weitere Entwicklung von den internationalen Vorgaben ab, sagten Händler. CyberTron konnten sich nach ihren Verlusten vom Freitag etwas erholen und legten um 5,42 % auf 7,00 Euro zu. Bei Telekom Austria waren hingegen leichte Gewinnmitnahmen zu verzeichnen. Die Aktie gab um 4,08 % auf 8,00 Euro nach.



Brüssel - Nach verzögertem Start leichter

In Brüssel hat sich der Handelsstart den Aussagen der Brüsseler Börse zufolge aufgrund technischer Probleme verzögert. Der Bel20 tendierte gegen Mittag 0,52 % leichter bei 3019,06 Punkten. Belastend wirkten sich am Montag vor allem die Verluste des Börsenriesen Fortis aus, sagten Händler. Der Finanzkonzern leide nach den Kurssteigerungen vom Freitag unter Gewinnmitnahmen. Die Aktie verlor 1,94 % auf 34,32 Euro. Börsenneuling Interbrew legte am zweiten Tag seiner Notiz bei großen Umsätzen auf bis zu 35,50 Euro zu und lag zuletzt 0,28 % im Minus bei 35,10 Euro.



Stockholm - Technologieschwäche belastet

Die Stockholmer Börse wurde Marktteilnehmern zufolge am Montag vom schlechten Marktumfeld bei den Technologiewerten belastet. Der OMX rutschte um 2,2 % auf 1095,29 Zähler ab. Der Rutsch des norwegischen Börsendebütanten Telenor unter den Ausgabepreis habe auch die Stimmung in Stockholm gedrückt, hieß es. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia verloren 4,42 % auf 119,00 skr beziehungsweise 3,64 % auf 424,00 skr.

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