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Technologiewerte bescheren DAX Verluste

Von seinem Tageshoch zur Eröffnung bei 7.140,25 Punkten verschlechterte sich der DAX zwischenzeitlich bis auf 7.028,79 Punkte

ddp FRANJFURT/M. Die Technologiewerte haben dem DAX am Dienstag Verluste beschert. Der Index der börsennotierten deutschen Großkonzerne stand um 17.30 Uhr bei 7.080,58 Punkten. Dies waren 55,72 Zähler weniger als am Vortag. Von seinem Tageshoch zur Eröffnung bei 7.140,25 Punkten verschlechterte sich der DAX zwischenzeitlich bis auf 7.028,79 Punkte.

Der Referenzkurs des Euro fiel am Dienstag erneut unter die Marke von 0,86 US-$. Die Europäische Zentralbank stellte am Mittag einen Referenzkurs von 0,8587 US-$ fest. Das waren 0,0080 US-$ weniger als am Vortag. Gegenüber der D-Mark verteuerte sich die amerikanische Währung damit von 2,2566 auf 2,2777 DM.

Der Kursrückgang überraschte die Händler nicht. "Von der Charttechnik her war das klar", sagte ein Marktbeobachter im Gespräch mit ADX. Das Ordergeschäft war wie in den vergangenen Tagen "sehr, sehr ruhig". Das Treiben beschränkte sich auf wenige Einzelwerte. Gerade die institutionellen Anleger seien derzeit aus Angst vor Kurskorrekturen vorsichtig.

Unter Druck standen vor allem Infineon. Nachdem der Chiphersteller die Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben hatte, sank der Kurs auf Grund des zurückhaltenden Ausblicks um 3,38 auf 51,15 Euro (-6,20 %). Siemens verbilligten sich im Gefolge um 6,29 auf 147,60 Euro (-4,09 %). SAP fielen um 5,55 auf 238,66 Euro (-2,27 %). Gewinne verbuchten hingegen adidas-Salomon mit einem Zuwachs um 1,86 auf 59,37 Euro (+3,23 %). Hier habe es Kaufempfehlungen gegeben, sagte ein Händler. E.ON legten um 1,55 auf 63,50 Euro zu (+2,50 %). Presseberichten zufolge plant France Telecom die Übernahme des Orange-Anteils von E.ON. Henkel stiegen um 1,75 auf 76,00 Euro (+2,36 %). Der Neue Markt setzte seinen Abwärtstrend fort. Der NEMAX-50 verlor bis 17.35 Uhr 79,39 Punkte auf 4.599,82 Zähler. Der Index schwankte zwischen 4.666,59 und 4.525,49 Punkten. Die Nebenwerte an der Frankfurter Wertpapierbörse tendierten leichter. Der SDAX büßte bis 17.40 Uhr 10,55 Punkte auf 3.135,85 Zähler ein. Der MDAX verschlechterte sich um 39,95 Punkte auf 4.988,63 Zähler. Auch Europas Börsen verzeichneten Kursverluste. Der Euro-STOXX 50 notierte gegen 17.40 Uhr bei 5.078,75 Punkten. Dies waren 12,50 Zähler weniger als am Montag.

Die Händler am deutschen Aktienmarkt hoffen weiter auf eine Kurskorrektur. "Wir werden die 7.000 Punkte testen", sagte ein Händler im Gespräch mit ADX. Er hoffe jedoch, dass die freundliche Stimmung kippe: "Ein Absinken auf 6.850 Punkte wäre schöner." Dies würde besonders die institutionellen Anleger zu einem Einstieg locken, die derzeit zurückhaltend seien. Die Liquidität sei da, allein die Argumente für einen Einstieg fehlten. "Es geht ums Timing", meinte der Experte. Deshalb würde die vorhergesagte Hausse derzeit ständig nach hinten verschoben. So sei unsicher, ob es noch zu einer Jahresendrallye komme. Zumindest im Januar würden die Kurse aber steigen, gab sich der Experte optimistisch.

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