Technologiewerte profitieren von guten Nachrichten
Wall Street mit kräftigem Aufschwung

Der positive Ausblick des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems und die Daten zur Entwicklung der Eigenheimverkäufe in den USA haben an der Wall Street nach Händlerangaben vor dem Wochenende zu einem kräftigen Kursaufschwung geführt. Cisco-Chef John Chambers hatte in einem Interview unter anderem gesagt, er sehe erste Anzeichen einer Stabilisierung des eigenen Geschäfts.

Reuters NEW YORK. "Cisco hat eine ganz normale Umstrukturierung hinter sich. Jeder hat sich aber an den Kommentaren von Chambers festgehalten....Wir brauchen diese Dinge, um darauf weiter aufzubauen", sagte Charles Payne, Analyst bei Wall Street Strategies.

Der Dow-Jones-Index notierte gegen 17.45 Uhr MESZ rund zwei Prozent fester auf 10 439,58 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index um 3,23 % auf 1 902,16 Punkte sprang.

Die Quartalsentwicklung des Konzerns bestätige bislang die früheren Prognosen, nach denen Cisco für das erste Quartal seines neuen Geschäftsjahres ein unverändertes oder bis zu fünf Prozent geringeres Umsatzvolumen erwartet, hatte der Cisco-Chef weiter gesagt. Die Titel gewannen im Verlauf deutlich um 7,22 % auf 17,97 $ hinzu. Die Titel des US-Telekommunikationsausrüsters Lucent Technologies legten knapp fünf Prozent auf 6,98 $ zu. Das Unternehmen hatte seine Prognose bekräftigt, im Jahr 2002 in die Gewinnzone zurückzukehren.

Microsoft legt zu

Auch andere Technologiewerte profitierten nach Händlerangaben von den positiven Nachrichten. Der Chiphersteller Advanced Micro Devices legte 4,83 % auf 14,99 $ zu, obwohl die Gewinnprognosen des Konzerns zuvor von Lehman Brothers zurückgenommen worden waren. Lehman Brothers hatte dies mit der Erwartung begründet, dass der Chipgigant Intel seine Preisreduzierungen verstärken werde, um Marktanteile zurückzugewinnen.

Bei den Blue Chips gewannen die Titel des Softwarekonzerns Microsoft 4,65 % auf 61,89 $ hinzu. Händler erklärten dies mit der Entscheidung des US-Berufungsgerichts, das am Freitag das Kartellverfahren gegen den Softwarekonzern an das Bezirksgericht zur weiteren Verhandlung zurückverwiesen hatte.

Die Aktienkurse hätten auch von der Nachricht profitiert, dass die Verkäufe von Eigenheimen in den USA im Juli 2001 am kräftigsten seit März zugenommen hätten, sagten Händler. Die Zahl sei um 4,9 % auf eine Jahresrate von 950 000 gestiegen, teilte das US-Handelsministerium mit. Dagegen habe der Markt kaum auf die Daten zur Entwicklung der Auftragseingänge für langlebige Güter reagiert. Nach Angaben des US-Handelsministeriums fielen die Aufträge im Juli 2001 gegenüber dem Vormonat um 0,6 % nach einem Rückgang von 2,6 % im Juni. Dies sei im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, sagten Händler.

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