Technologiewerte standen unter Druck
Europäische Börsen tendieren zum Wochenende uneinheitlich

Trotz guter Vorgaben von Wall Street konnten einige europäische Börsen dem Trend nicht folgen.

Reuters. Die europäischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Trotz der guten Vorgabe der Wall Street vom Donnerstag, konnten einige europäische Börsenplätze dem Trend nicht folgen. Unter Druck standen hauptsächlich Technologie- und Telekommunikationswerte.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Standardwerte hatte am Donnerstag mit 1,38 % im Plus auf 10 843,87 Zählern geschlossen. Der technologielastige Nasdaq Composite Index hatte um 3,17 % auf 4184,28 Zähler zugelegt und machte damit die Verluste vom Vortag mehr als wett. Der S&P-Future signalisierte mit einem Minus von 2,90 Punkten einen leichteren Trend an der Wall Street.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 1,46 % auf 4975,58 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um rund ein Prozent auf 5260 Punkte.



LONDON - FTSE-Index tiefer

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index trotz der guten Vorgabe der Wall Street um 0,25 % auf 6453 Punkte gefallen. Schwergewicht Vodafone stiegen leicht um 0,16 %, AstraZeneca gaben um 0,41 % nach und HSBC um 1,16 %.



ZÜRICH - SMI-Index seitwärts

Der SMI-Index notierte mit 0,03 % auf 7947 Zähler höher. Trotz der guten Vorgabe der Wall Street schienen sich Händlern zufolge die Aktivitäten vor dem Wochenende in Grenzen zu halten. Der Eurex-Verfall dürfte ohnehin zunächst das Geschäft prägen. Der SMI sei bei 7920 Punkten gut unterstützt, hieß es bei Marktteilnehmern. Ein SMI über 8000 Punkten sei wohl kaum zu erwarten. Novartis notierten bei 2572 Franken leicht im Plus, Nestle legten um 0,58 % zu. ABB gaben um 1,86 % nach.



PARIS - CAC-Index schwächer

In Paris präsentierte sich die Börse schwächer, der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen fiel um rund ein Prozent auf 6496,63. Weitere Verluste musste France Telecom hinnehmen. Die Papiere fielen um 1,42 % auf 145,40 Euro. Der Internetanbieter Wanadoo gaben um 0,67 % nach und der Pay-TV Kanal Canal Plus um 1,12 %. Vivendi stiegen leicht auf 91,10 Euro. Börsenneuling Vivendi Environment notierten fast unverändert bei 33,85 Euro.



MAILAND - Mib30-Index fällt ein Prozent

Der MIB30-Index fiel um ein Prozent auf 48247 Punkte. Besonders Telekommunikations- und Technologietitel mussten Verluste hinnehmen. Lediglich die Finanzwerte konnten leicht zulegen. Telecom Italia gaben um 2,23 % nach, Seat Pagine Gialle um 1,81 %. RAS dagegen stiegen um 1,11 %, Bipop um 1,35 %.

MADRID - Ibex-Index tiefer

An der Börse in Madrid notierte der Ibex-Index schwächer und fiel um 0,63 % auf 10917 Punkte. Index-Schwergewicht Telefonica fielen um 0,48 % auf 24,78 Punkte. Die Internettochter Terra Networks setzten dagegen ihren Erholungskurs fort und stiegen um 0,97 % auf 46,93 Euro.

AMSTERDAM - AEX-Index schwächer

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse gefallen. Der AEX-Index rutschte um 0,35 % auf 682,01 Punkte. Die Umsätze seien an einem vom Optionsverfallsdatum gekennzeichneten Tag gering, sagten Händler. Der Telekommunikationsanbieter KPN legten um rund ein Prozent auf 42,95 Euro zu. Baan standen weiter unter Druck und gaben um 2,56 % auf 2,66 Euro nach.



WIEN - ATX-Index höher

An der Wiener Börse ist der ATX-Index um 0,7 % auf 1116,21 Punkte gestiegen. Nach Angaben von Händlern standen Bank Austria im Mittelpunkt. Gerüchte um einen strategischen Partner für die Bank Austria hätten der Aktie und damit dem ATX wieder Auftrieb gegeben, hieß es. Die Papiere stiegen auf 54,10 Euro. Zuvor hatte es in Bankenkreisen geheißen, dass eine Entscheidung über eine Beteiligung oder Übernahme durch die deutsche Hypovereinsbank bevorstehe und schon in den nächsten Tagen oder Wochen fallen könnte.



BRÜSSEL - BEL20-Index steigt

In Brüssel stieg der Bel20-Index um 0,81 % auf 3024 Punkte. Fortis stiegen um 1,18 % auf 32,50 Euro.



STOCKHOLM - OMX-Index abwärts

Die Stockholmer Börse hat am Freitag leichter tendiert. Der OMX-Index lag mit 4,85 % bei 1356 Punkten im Minus. Marktschwergewicht Ericsson brachen nach einer Gewinnwarnung um 23,50 schwedische Kronen auf 181,50 Kronen ein. Der Vorsteuergewinn des schwedischen Telekommunikationskonzerns Ericsson sei im ersten Halbjahr 2000 zwar auf 18,6 Mrd. gestiegen, doch werde das dritte Quartal wegen knapper Komponenten in der Mobiltelefonsparte hinter den beiden vorangegangenen Quartalen zurückbleiben, hatte Ericsson mitgeteilt. Im Sog von Ericsson gaben am Vormittag auch die Aktien des finnischen Mobiltelefon-Weltmarktführers Nokia nach.

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