Technologiewerte unter Abgabedruck
Nasdaq-Schwäche steckt Europas Börsen an

Die europäischen Börsen haben am Montag Händlern zufolge belastet von der Schwäche der US-Technologiebörse Nasdaq, den weiterhin hohen Ölpreisen sowie dem ungewissen Ausgang der US-Präsidentenwahl schwächer geschlossen. An diesem Szenario werde sich wahrscheinlich vorerst nichts mehr groß ändern, sagte ein Börsianer. Nachdem die Nasdaq bereits am Freitag mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen war, setzte sich der Abwärtstrend auch am Montag fort. Am Abend lag der Nasdaq-Index mit mehr als vier Prozent im Minus und auch der Dow Jones verbuchte Verluste von rund 1,5 %.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz lag am Abend 1,4 % niedriger bei 4711 Punkten, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,8 % auf 4846 Punkte nachgab.



LONDON - Banken und Technologie-Titel drücken FTSE

Der Aktienmarkt in London hat am Montag nach Verlusten der Technologie- und Bankenwerte im Minus geschlossen. Der FTSE gab zwei Prozent auf 6274,8 Punkte nach. Negativ hätten sich die enttäuschenden Geschäftszahlen von Hewlett-Packard sowie die anhaltende Ungewissheit über den Ausgang der US-Präsidentenwahl ausgewirkt, sagten Händler. Deutliche Kursverluste verzeichneten die Börsenschwergewichte HSBC und Barclays . Die Aktien gaben um 2,7 % beziehungsweise um 3,7 % nach. Bei den High-Tech-Titeln gehörten Bookham mit einem Minus von mehr als zehn Prozent zu den großen Verlieren. Marconi, Sema und Baltimore büßten jeweils mehr als acht Prozent ein.



ZÜRICH - Leichter - Nestle und Novartis stützen

An der Schweizer Börse waren die Verluste am Montag dank Zuwächsen der Schwergewichte Nestle und Novartis begrenzt. Der SMI gab um 0,6 % auf 8001,5 Punkte nach. Händler sagten, einmal mehr habe die anhaltende Verunsicherung der US-Märkte zu einer Bevorzugung der defensiven Titel geführt. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Börsendebütant Syngenta . Die Aktien des aus der Zusammenlegung des Agrogeschäfts von Astra-Zeneca und Novartis entstandenen Unternehmens rutschten nach einem Ausgabepreis von 85 sfr auf 75 sfr ab und gingen bei 79,50 sfr aus dem Handel. Nestle verzeichneten ein Kursplus von 0,27 % auf 3750 sfr, Novartis legten um 0,73 % auf 2778 sfr zu.



PARIS - TMT-Aktien belasten CAC40

Der Aktienmarkt in Paris schloss am Montag nach Verlusten bei TMT-Aktien (Technologie, Medien, Telekommunikation) im Minus. Der CAC40 verlor 1,79 % auf 6037,73 Zähler. Die unter den Erwartungen liegenden Geschäftszahlen von Hewlett-Packard hätten die Technologiewerte erneut belastet, während die Medienwerte noch unter den schwachen Geschäftsprognosen der US-Konzerne Disney und Dell der vergangenen Woche litten, sagten Händler. Die Titel des Fernsehsenders TV1 fielen 4,48 % auf 53,25 Euro und damit auf den niedrigsten Schlussstand seit Januar. Die Aktien des Telekomausrüsters Alcatel gaben um 6,3 % auf 63,55 Euro nach.



MAILAND - Gewinnmitnahmen bei Mediobanca

Die italienischen Aktienwerte schlossen im Zuge des allgemeinen Abwärtstrends der europäischen Börsen und den schwachen US-Vorgaben leichter. Der Mib30 büßte 1,14 % auf 47 021 Punkte ein. Im Mittelpunkt des Interesses standen Händlern zufolge die Aktien von Mediobanca . Der Generali-Hauptaktionär habe mit seinem französischen Partner Lazard eine Vereinbarung getroffen, die eine größere Kontrolle des Versicherers ermögliche. Die Mediobanca-Aktien litten nach ihrem Höhenflug der vergangenen Woche unter Gewinnmitnahmen und schlossen mit einem Minus von 5,76 % auf 13,44 Euro. Generali verloren ebenfalls und gingen mit Verlusten von 4,45 Prozen bei 39,26 Euro aus dem Handel. Zu den Verlierern gehörten auch Seat PG, nachdem im Rahmen der Fusion mit der Telecom-Italia-Internettochter (TI) Tin.it Gratisaktien an die TI-Eigner ausgegeben wurden. Seat schlossen 2,4 % leichter bei 3,14 Euro.

MADRID - Telefonica setzt Ibex unter Druck

Die spanischen Aktien haben den Handel am Montag mit Kursverlusten beendet. An der Börse Madrid gab der Ibex-Index 0,89 % auf 9897,3 Zähler nach. Die Nasdaq-Schwäche und die andauernde Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahl in den USA wirkten sich negativ auf den Markt aus, sagten Händler. Zu den Verlieren gehörten die Titel des Index-Schwergewichtes Telefonica mit einem Minus von 1,45 % auf 20,40 Euro. Kräftige Verluste verbuchten auch die Aktien der Telefonica-Internettochter Terra Lycos mit Abschlägen von 14,7 % auf 22,30 Euro.

AMSTERDAM - Technologieaktien drücken Index

Die niederländischen Aktienwerte haben am Montag bei schwachen Umsätzen leichter geschlossen. Der AEX gab 1,5 % auf 664,38 Punkte nach. Besonders die Technologietitel standen Händlern zufolge im Zuge der schwächeren Tendenz der Nasdaq unter Druck. Die Aktien des Kabelnetzbetreibers UPC gehörten mit einem Minus von sechs Prozent auf 17,10 Euro zu den größten Verlieren. Ebenfalls deutliche Kurseinbußen verbuchten die Titel des stark vom Internet abhängigen Verlagshauses VNU . Die Aktien verloren sechs Prozent und schlossen auf 49,05 Euro.



WIEN - Brauwerte trotzen dem Abwärtstrend

Die österreichischen Aktienwerte haben am Montag aufgrund von schwachen Technologie-Werten leichter geschlossen. Der ATX büßte 1,19 % auf 1102,53 Punkte ein. Gegen den Trend stemmten sich die Brauwerte. BBAG zogen nach der Übernahmeofferte der Gruppe Marsoner 2,5 % auf 48,70 Euro an, während Brau Union um 0,55 % auf 46,15 Euro zulegten. Die beiden Gesellschaften sollen mit der Brauerei Schwechat verschmolzen und dann an die Börse gebracht werden. Dagegen gerieten die High-Tech-Titel Cybertron und Bet and Win unter Druck und büßten 1,6 beziehungsweise 0,55 % ein.



BRÜSSEL - Technologieaktien schwach

Die Schwäche der Technologiewerte und die Abwesenheit von institutionellen Anlegern aufgrund eines Bankenfeiertages hat den Aktienmarkt in Brüssel am Montag belastet. Der Bel20 schloss zum vierten Mal in Folge im Minus und beendete den Montagshandel mit Verlusten von 0,6 % bei 3126,96 Zählern. Nach Angaben von Händlern machte den Technologiewerten die insgesamt negative Branchenstimmung zu schaffen. Real Software fielen um 5,46 % auf 14,55 Euro, während Agfa-Gevaert 0,4 % auf 25,20 Euro einbüßten. Von den Bankenwerten gaben Fortis B 0,88 % auf 35,96 Euro nach und KBC Bancassurance fielen 1,9 % auf 49,05 Euro.



STOCKHOLM - Ericcson belastet OMX

Die Stockholmer Börse hat am Montag infolge schwacher Technologiewerte leichter geschlossen. Der OMX büßte 1,83 % auf 1103,01 Zähler ein. Die Aktien des Index-Schwergewichts Ericsson fielen Händlern zufolge im Zuge negativen Nasdaq-Vorgaben und einer pessimistischen Stimmung für Technologieaktien um zwei skr auf 116,50 skr. Die Titel des Internet-Unternehmens Framtidsfabriken büßten 2,40 skr auf 23,40 skr ein.

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