Technologiewerte unter Druck
Dax bleibt im Minus

Weiterhin etwas leichter tendieren die deutschen Standardwerte am Donnerstagvormittag. Gegen 10.58 Uhr verliert der Dax 0,3 % bzw. 13 Punkte auf 4 948 Stellen.

vwd FRANKFURT. Ein Händler beurteilt die Stimmung nach den jüngsten starken Kursanstiegen als verhalten: "Wir hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Phasen des Optimismus - man erinnere sich an den Jahresauftakt." Jetzt brauche nur "ein großes Unternehmen zu husten", und der Markt bewege sich im Schnellverfahren wieder nach unten.

Linde verzeichnen die größten Kursverluste. Sie verbilligen sich derzeit um 1,8 % auf 52,39 Euro und bauen damit ihre Verluste vom Handelsbeginn aus. Das Unternehmen hatte vorbörslich Zahlen vorgelegt. Sie seien enttäuschend ausgefallen, sagt ein Analyst in einer ersten Einschätzung. Der Jahresüberschuss sehe nicht besonders gut aus, vor allem fehle ihm aber bisher ein Ausblick für das laufende Jahr. Auch Händler äußern sich zu den Zahlen sehr negativ.

Commerzbank gewinnen dagegen 1,9 % auf 18,95 Euro. Berichten zufolge erwartet das Kreditinstitut für 2002 einen Gewinn vor Steuern von 700 bis 800 Mill. Euro. Das habe ein Vorstandsmitglied auf einer Investorenkonferenz gesagt.

Auch Infineon verlieren

Infineon geben deutlich nach und verbilligen sich um 1,2 % auf 26,34 Euro. Cisco hatten in den USA acht Prozent und Juniper knapp sieben Prozent verloren. Das bringe jetzt auch hier die Technologiewerte unter Druck, sagt ein Beobachter. Siemens verbilligen sich um 1,2 % auf 66,73 Euro. VW zählen zu den wenigen Werten im Plus, die Papiere verteuern sich um 0,6 % auf 54,03 Euro. "Die Audi-Zahlen zeigen ein klasse Ergebnis", sagt ein Analyst. "Das Ergebnis vor Steuern ist wie erwartet stark ausgefallen und liegt noch etwas über meinen Schätzungen."

Auch Deutsche Telekom tendieren etwas fester und gewinnen aktuell 0,4 % auf 16,35 Euro. Händler begründen die zeitweise deutlicheren Aufschläge mit Berichten, dass das Unternehmen Liegenschaften für mehrere Milliarden Euro verkaufen wolle. Das Unternehmen hat dies aber bislang nicht bestätigt.

In der zweiten Reihe verlieren Babcock Borsig 6,7 % auf 8,40 Euro. Der Umsatz war etwas niedriger ausgefallen, als zuvor geschätzt. "Damit liegt auch das Ergebnis niedriger, als der Markt erwartet hat. Das Jahr 2002 wird noch schwach", sagt ein Analyst. Erst für 2003 erwarte er eine Verbesserung. Software AG gewinnen dagegen ein Prozent auf 30,50 Euro und setzen damit ihre Erholung fort. Zeitweilig waren sie sogar auf 31,67 Euro vorgerückt. Zuversichtliche Analystenstimmen stützen den Kurs: Die Experten der HypoVereinsbank haben den Titel auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft. Das Kursziel liege bei 40 Euro.

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