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Technologiewerte unter Druck

Die Wall Street startet einheitlich im Minus. Technologiewerte geraten unter Druck. Vor allem Chip- und Netzwerkaktien notieren zum Wochenauftakt schwächer.

Juniper Networks gibt bereits am zweiten Tag in Folge an Wert ab, nachdem der Netzwerkausrüster am Freitag vor enttäuschenden Quartalszahlen gewarnt hatte. Der Umsatz dürfte im laufenden Quartal rund 100 Millionen Dollar geringer ausfallen als bisher prognostiziert. Zahlreiche Brokerhäuser, darunter auch die Credit Suisse First Boston, stufen die Aktie ab. Negativ äußern sich die Analysten von UBS Warburg zu Nortel Networks und Tellabs. Netzwerkkonzern Nortel werde die Umsatzprognosen im zweiten und dritten Quartal voraussichtlich nicht erfüllen, so die Befürchtung der Experten. Auch Lucent, Cisco und Ciena notierten schwächer.

Stärker notiert dagegen Sun Microsystems. Der Serverhersteller hatte die Anleger in der vergangenen Woche auch auf schwächer als erwartete Quartalszahlen vorbereitet. Hier scheint die Nachricht jedoch von den Anlegern bereits verdaut zu sein.

Schwächer notieren auch die Aktien des Chipsektors. Intel und Alliance geraten unter Abgabedruck. Schuld ist unter anderem die Gewinnwarnung bei Alliance. Der Chiphersteller rechnet damit, dass der Umsatz im laufenden Quartal im Vergleich zum Vorquartal um bis zu 55 Prozent geringer ausfallen könnte. Nachsdem das Unternehmen im vergangenen Quartal noch einen Umsatz von 33 Millionen Dollar erwirtschaftete, hatte die Unternehmensleitung in diesem Quartal ursprünglich mit Einnahmen in Höhe von 24 Millionen Dollar gerechnet.

Wenig erfreut zeigen sich die Anleger am Morgen auch über die Akquisitionspläne von Peregrine Systems. Der Softwarehersteller will Konkurrenten Remey für 1,08 Milliarden Dollar in bar und Aktien übernehmen. Während die Aktie von Remey an Wert gewinnt, büßt Peregrine Prozente ein. Auch Microsoft notiert schwächer.

Dagegen ist die Aktie von American Express gefragt. Laut Anlegermagazin Barron´s stehe der Kreditkartenanbieter in Fusionsgesprächen mit Brokerhaus Morgan Stanley Dean Witter. Der Vorstandsvorsitzende von Morgan Stanley, Philip Purcell, erklärte jedoch, eine Transaktion stehe nicht zur Debatte. Eine Firmensprecherin von American Express wollte auf Anfrage keinen Kommentar abgeben. American Express verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 230 Milliarden Dollar. Laut Barron´s dürfte das Kreditkartengeschäft für Morgan Stanley jedoch von großem Interesse sein. Und beliebt scheint American Express als potenzieller Übernahmekandidat auf jeden Fall zu sein. Ende März kursierten bereits Gerüchte, dass die Citigroup American Express ein Kaufangebot unterbreiten könnte. Die Aktie von American Express und J.P Morgan notieren stärker.

Über frischen Wind freut sich AOL Time Warner. Der Onlinegigant und Medienkonzern geht eine Allianz mit dem größten chinesischen Computerhersteller, Legend Holdings, ein. Zusammen wollen die beiden Unternehmen interaktive Angebote für den chinesischen Markt entwickeln. Legend Holdings wird mit 51 Prozent die Mehrheit halten. AOL möchte mit seinem Online-Dienst vom Internet-Boom im bevölkerungsreichsten Land der Welt profitieren. Beide Unternehmen werden je 100 Millionen Dollar in das Joint Venture einzahlen.

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