Technotitel schwach
Deutsche Aktien auf ungebremster Talfahrt

Die deutschen Aktien haben vor allem wegen erneut schwacher Technologietitel am Montag eine ungebremste Talfahrt erlebt. Die US-Börsen erhöhten ihre Verluste weiter und festigten damit den Abwärtstrend in Frankfurt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Deutsche Aktienindex Dax lag wenige Stunden vor Handelsende 2,24 % schwächer auf 6 066 Punkten. Der Nemax 50 verzeichnete ein Minus von 5,90 % und stand bei 1 811 Zählern. Die 70 mittelgroßen Werte im MDax gaben 2,15 % auf 4 669 Punkte ab.

Die Stimmung sei "katastrophal", sagte ein Händler. Nach schwachem Handelsbeginn an den US-Börsen seien keine positiven Impulse und damit auch keine Erholung mehr zu erwarten.

Vor allem Technologie- und Telekommunikationstitel zögen andere Werte mit in den Keller, sagte ein Händler. Schwächster Wert im Dax war SAP . Die Aktien des Softwareunternehmens büßten 8,39 % auf 142,00 Euro ein. Dahinter folgten Siemens -Papiere mit einem Minus von 4,76 % auf 120,00 Euro. Analyst Ralph Bressler vom Bankhaus Lampe machte die Gewinnwarnung des schwedischen Telekomzulieferers Ericsson für den Kursrutsch der Siemens-Aktien mitverantwortlich.

Ebenfalls schwach notierte die Aktie der Deutschen Telekom. Sie verlor 4,20 % auf 25,77 Euro. Das schlechte Marktumfeld für Technologie- und Telekomwerte sowie die Gewinnwarnung von Ericsson habe die Telekom-Aktie belastet, sagte Analyst Christoph Vogt von M.M. Warburg Investment.

Die wenigen Gewinner wurden von Degussa angeführt. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns legten 1,81 % auf 37,75 Euro zu. Ebenfalls in der Gewinnzone konnten sich die Papiere von adidas-Salomon halten. Der Titel zog um 1,24 % auf 66,92 Euro an. Die Aktie des Sportartikelherstellers profitiere von der andauernden Schwäche im Technologie- und Telekomsektor, sagte Pia- Christine Schulze, Analystin bei Merck Finck & Co.

Nach den Verlusten vom Freitag büßten die Werte an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq erneut ein. Erstmals seit mehr als zwei Jahren sank der Nasdaq-Composite-Index unter die Marke von 2000 Punkten und stand bei 1 950 Zählern, einem Minus von 5,01 %. Die Standardwerte im Dow-Jones-Index gaben 2,17 % auf 10 413 Punkte ab.

Der EuroStoxx 50 verlor 2,6 % auf 4 220,76 Zähler. Die Börsen in Paris und London zeigten sich ebenfalls schwächer.

Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Richtung weisende Bund Future gewann 0,2 % auf 109,31 Punkte. Der Rentenindex Rex kletterte 0,1 % auf 113,10 Zähler. Die Umlaufrendite wurde bei 4,71 (Freitag: 4,69) Prozent festgestellt.

Der Euro kostete 0,9301 $. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 0,9272 (Freitag: 0,9357) $ festgesetzt. Der $ kostete damit 2,1094 (2,0902) DM.

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