Techs im Fokus: Deutsche Aktienmärkte leichter erwartet

Techs im Fokus
Deutsche Aktienmärkte leichter erwartet

Nach den schwachen Geschäftszahlen der US-Technologiekonzerne Microsoft und IBM werden die deutschen Aktienmärkte nach der Einschätzung von Händlern am Freitag deutlich schwächer eröffnen.

Reuters FRANKFURT. Das werde den gesamten Technologiebereich belasten, sagte ein Aktienhändler: "Die Microsoft-Zahlen waren schlechter als erwartet, der IBM-Ausblick düster." Dem werde sich der deutsche Markt nicht entziehen können. "Das sind schließlich zwei Vorzeigeunternehmen." Neben den Technologie-Titeln dürften nach der Vorlage von Zahlen die Aktien des Sportautoherstellers Porsche stehen, der Ergebnis- und Umsatzzuwächse für das erste Halbjahr bekannt gegeben hatte.

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 5077 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 5073 Zählern. Die Deutsche Bank erwartet eine Eröffnung bei 5068 Punkten. Am Donnerstag hatten die deutschen Standardwerte rund drei Prozent gewonnen und bei 5133 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Donnerstag 3,5 % zugelegt hatte, wird Händlern zufolge bis zu zwei Prozent leichter in die Sitzung starten.

Die US-Märkte hatten am Donnerstag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 1,42 %, die Technologiebörse Nasdaq 2,13 % zugelegt. Nachbörslich verlor die Microsoft -Aktie, nachdem der Software-Hersteller mitgeteilt hatte, im abgelaufenen Quartal wegen hoher Prozesskosten weniger verdient zu haben. Die vorgelegten Zahlen verfehlten die Analystenschätzungen, lagen aber am unteren Ende der Microsoft-Prognosen.

IBM -Papiere gerieten nachbörslich stark unter Druck. Der Computerhersteller erwartet keine schnelle Verbesserung der Branchensituation und hat im vierten Quartal nur noch einen Gewinn je Aktie von 1,33 (Vorjahresquartal: 1,48) $ erwirtschaftet.

Die Deutsche Telekom bestätigte einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Jahr 2001 einen negativen freien Cash Flow erzielt zu haben. Ein genaue Summe wollte die Telekom nicht nennen. Zudem will das ehemalige Staatsunternehmen die Mobilfunktochter T-Mobile voraussichtlich im Juni oder November an die Börse bringen. Im vorbörslichen Handel notierten die Papiere schwächer.

Einem Zeitungsbericht zufolge will die Bundesregierung eine Ministererlaublis erteilen, falls das Bundeskartellamt am Montag die Machtübernahme der Essener Ruhrgas AG durch den Energieversorger Eon untersagen sollte. Solche Hinweise hatte es allerdings bereits vor einigen Wochen gegeben.

Porsche hat der schwachen Autokonjunktur getrotzt und im ersten Halbjahr seines laufenden Geschäftsjahres 2001/02 Gewinn und Umsatz gesteigert. Der Umsatz legte um 6,3 % und der Gewinn nach Steuern um 27 % zu. "Das sind gewohnt gute Zahlen von Porsche. Die Aktie wird steigen", sagte ein Börsianer.

Am Neuen Markt könnten die Papiere von Lion Bioscience Anlegerinteresse auf sich ziehen. Das Unternehmen rechnet nach den Worten ihres Vorstandschef Friedrich von Bohlen im laufenden Geschäftsjahr 2001/02 weiterhin mit einer Verdoppelung des Vorjahresumsatzes.

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