Teile von Zurich Life werden verkauft
Bank One übernimmt US-Leben-Geschäft von Zurich

Bank One Corp wird das Lebensversicherungs- und Annuitäten-Geschäft in den USA des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich Financial Services übernehmen. Die Bank wird laut Angaben vom Freitag dafür 500 Millionen Dollar in bar zahlen.

Reuters ZÜRICH/NEW YORK. Damit erreicht Zurich sein Devestitionsziel von einer Milliarde Dollar. Mit den Devestitionen entlastet Zurich die Bilanz und setzt Risikokapital für andere Geschäftsbereiche frei.

"Wir dürften das (Devestitionsziel) erreicht haben," sagte Unternehmenssprecher Daniel Hofmann am Freitag. "Natürlich freuen wir uns, dass wir die Milliarde deutlich vor dem Jahresende zusammen haben." Das heisse aber nicht notwendigerweise, dass es keine weiteren Devestitionen gebe. Spekulationen, dass Zurich vor dem Verkauf den britischen Fondsmanagers Threadneedle stehe, wollte Hofmann nicht kommentieren.

Das nun veräußerte Geschäft gehörte zu Zurich Life, die mit mehr als einer Milliarden Dollar in der Zurich-Bilanz 2002 stand. Behalten wird Zurich unter anderem den Bereich Kemper Investors Insurance Life Co (KILICO), der Rentenlösungen vertreibt.

Die Transaktion dürfte nach Zustimmung der Behörden im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, hiess es. Analysten begrüssten den Verkauf. Die Restrukturierung von Zurich komme wie geplant schnell voran, schrieb etwa die Zürcher Kantonalbank in ihren "Daily Market Opinion". Positiv äußerte sich auch Bank Leu. Die Dresdner Bank erhöhte ihr Zurich-Kursziel auf 150 sfr von 145 sfr. Nach Ansicht der Dresdner entspricht der Kaufpreis dem Embedded Value des verkauften Geschäfts. Laut ZKB liege er leicht darunter. An der Börse stiegen die Zurich-Aktien bis gegen Mittag um 2,1 Prozent auf 158 sfr. Der Gesamtmarkt tendierte 0,4 Prozent leichter und der DJ StoxxInsurance-Index lag 0,7 Prozent im Plus.

Die Beseitigung von Altlasten in Milliardenhöhe hatte Zurich 2002 einen Rekordverlust von 3,43 Milliarden Dollar eingebracht. Das Unternehmen hatte nach einer letztlich missglückten Expansionsstrategie im vergangenen September mit der Konzentration auf das Versicherungsgeschäft begonnen.

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