Teilmarkt für Türkei-Gespräche
Telekom wird in Berlin nicht aus Regulierung entlassen

Die Deutsche Telekom ist wie erwartet bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post mit ihrem Vorstoß gescheitert, in Berlin und anderen deutschen Regionalmärkten aus der Preiskontrolle entlassen zu werden.

Reuters BONN. Ein Antrag der Telekom, im Großraum Berlin künftig wieder eigenständig Preise und Leistungen gestalten zu können, sei abgelehnt worden, teilte die Behörde am Donnerstag in Bonn mit. Für die von der Telekom geforderte Abgrenzung der Region Berlin als eigenständigen Markt für Telekom-Dienste gebe es keine hinreichende Begründung, teilte die Behörde nach ihrem in der Branche erwarteten Votum mit.

Die Telekom hatte bei der Regulierungsbehörde mehrere Anträge auf Abgrenzung einzelner Märkte vorgelegt, um auf den Teilmärkten aus der Regulierung entlassen zu werden. Der Konzern will damit erreichen, dass die Behörde die Telekom auf den Teilmärkten nicht länger als marktbeherrschend einstuft und damit aus der Preiskontrolle und der behördlichen Überwachung entlässt. Damit müsste der Konzern unter anderem seine Preise nicht länger vorab zur Genehmigung bei der Behörde einreichen.

Wettbewerber hatten die Behörde aufgefordert, die Anträge der Telekom abzulehnen. Die Märkte seien von dem Konzern speziell zu ihrem Vorteil zugeschnitten, lautete die Begründung. Während die Behörde jedoch entgegen diesen Forderungen einen Teilmarkt für Gespräche in die Türkei anerkannte, lehnte sie die ebenfalls von dem Bonner Konzern beantragte Marktabgrenzung für Gespräche in die USA sowie für Geschäftskunden-Gespräche nach Dänemark ab. Die Freigabe der Telekom-Geschäfte in Berlin hätte bedeutet, dass für die Telekom innerhalb Deutschlands zwei unterschiedlichen Rechtslagen gegolten hätten.

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