Teilnahme an Friedenstruppe
Scharping: Keine deutsche Führungsrolle in Afghanistan

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass Deutschland nach den Briten die Führungsrolle des Friedenseinsatzes in Afghanistan übernehmen könnte.

afp BERLIN. "Für uns ist klar, dass wir über die Fähigkeit noch nicht verfügen, um diese Rolle zu übernehmen", sagte Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) am Freitag in Berlin. Zuvor hatte das Bundeskabinett den Einsatz von bis zu 1200 Soldaten im Rahmen der Afghanistan-Friedenstruppe beschlossen.

Scharping bestätigte, dass Großbritannien die Rolle der so genannten Lead Nation nur für drei Monate, längstens aber bis April übernehmen wolle. Die Nachfolgefrage sei aber noch offen. "Es wird in dieser Zeit zu besprechen sein, wer danach die Rolle der Lead Nation übernehmen wird", sagte Scharping. Auf die Frage, ob dies die Türkei sein könnte, sagte der Minister, darüber wolle er nicht spekulieren.

Scharping hob erneut hervor, dass die Friedensmission "sauber getrennt ist von den Maßnahmen im Rahmen der Operation "Enduring Freedom" unter Führung der USA. Allerdings sei eine "enge Koordination notwendig". Dies sei auch gewährleistet. Wann die ersten Soldaten nach Afganistan abfliegen werden, muss laut Scharping noch geklärt werden. Es gebe aber das politische Interesse, dass dies so schnell wie möglich geschehe.

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