Teilnehmer mit Einigung zufrieden
Formel 1 soll an die Börse

Die Zukunft des Rennspektakel Formel 1 ist offenbar gesichert: Organisator Bernie Ecclestone und der Rechteinhaber SLEC einigten sich mit den fünf führenden Autoherstellern über eine gemeinsame Fortführung über 2007 hinaus.

HB STUTTGART/MÜNCHEN. Die in der GPWC zusammengeschlossenen Hersteller Ford, BMW, DaimlerChrysler, Ferrari und Renault hätten sich mit den Investmentbanken JP Morgan und Lehman Brothers sowie mit der Bayerischen Landesbank auf eine Absichtserklärung geeinigt, hieß es am Freitag in einer gemeinsam veröffentlichten Erklärung. Danach soll das 2007 auslaufende Concorde Agreement verlängert werden. Die Hersteller hatten mit der Gründung einer eigenen Serie von 2008 an gedroht. Damit wären die Anteile der Banken praktisch wertlos geworden.

Nach der Vereinbarung sollen die zehn Teams künftig deutlich mehr an den Einnahmen der Formel 1 partizipieren. Bisher bekamen sie 47 % der Fernseheinnahmen. Insgesamt wirft die Formel 1 im Jahr rund 400 Mill. Dollar (320 Mill. ?) ab. Die Holding SLEC soll kurz- bis mittelfristig an die Börse gebracht werden. Im Board der auch künftig von dem über 70 Jahre alten Engländer Ecclestone geleiteten Gesellschaft soll die GPWC drei Vertreter stellen. Endgültige Verträge sollen bis Mitte 2004 ausgearbeitet werden und rückwirkend ab der Saison 2004 gelten.

Die Banken, die über den insolventen Kirch-Konzern an ihre 75-Prozent-Beteiligung an der Vermarktungsgesellschaft der Formel 1, SLEC, gekommen waren, sollen nach der Vereinbarung daran auch künftig die Mehrheit halten. Die Anteilsverhältnisse sollten sich "nicht signifikant ändern", hieß es. Reuters hatte aus Branchenkreisen erfahren, dass die Hersteller einen Teil der Banken-Anteile übernehmen sollten. Schon vor zwei Wochen hatten die Parteien einem "Durchbruch" in den Verhandlungen gemeldet.

Die Teilnehmer der seit Jahren laufenden und mehrfach vor dem Aus stehenden Verhandlungen äußerten sich zufrieden mit der Einigung. "Mir ist es ganz klar hauptsächlich darum gegangen, die Zukunft der Formel 1 langfristig zu sichern. (...) Nach der Einigung bin ich sehr zuversichtlich", erklärte Ecclestone. Der SLEC-Verhandlungsführer, Landesbank-Manager Gerhard Gribkowsky, sagte, die Absichtserklärung stelle eine stabile Grundlage für alle Beteiligten dar und sichere die Basis für die finanzielle Stabilität der Serie. Mercedes-Benz-Chef Jürgen Hubbert sagte im Namen der GPWC, dass die Kernziele der Hersteller erfüllt worden seien. "Die Absichtserklärung ist im besten Interesse der Teams und der Fans."

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