Teils radikale Kürzungen in den Etats: Werbebranche legt wieder leicht zu

Teils radikale Kürzungen in den Etats
Werbebranche legt wieder leicht zu

Nach einem drastischen Umsatzeinbruch in der Werbebranche rechnet der Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW) für dieses Jahr mit einem leichten Zuwachs.

HB/dpa HAMBURG/BONN. "Der Werbemarkt springt 2003 wieder an", sagte ZAW-Geschäftsführer Volker Nickel in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Gerade in einer schwachen Konjunktur sei Werbung mehr denn je gefordert. Obwohl mehrere Konzerne ihre Etats 2002 aufstockten, sackte das gesamte Investitionsniveau spürbar ab.

An das Rekordvolumen des Jahres 2000 werde die Branche lange Zeit nicht anknüpfen können, sagte Nickel. Damals wurden 33,21 Milliarden Euro investiert - mehr als je zuvor. Voriges Jahr waren es nur rund 30 Milliarden Euro. "Es gab punktuell radikale Kürzungen in den Werbeetats", sagte Nickel. Besonders Banken, der Versandhandel und die Telekommunikationsbranche hätten einen rigiden Sparkurs verfolgt und ihre Budgets um jeweils rund ein Viertel gekürzt. Nach Meinung des Werbefachmanns ist dies der falsche Kurs. "Wir warnen davor, die Marktkommunikation abzubauen. Denn erst in der Krise zeigt sich, was Werbung leisten kann."

Die Tageszeitungen als stärkster Werbeträger haben Nickel zufolge den größten Nachholbedarf für den Anschluss an die Werbekonjunktur. Bereits im Jahr 2001 hätten sie einen Verlust der Nettoerlöse aus dem Werbegeschäft von 0,9 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Für 2002 zeichne sich ein erneuter Verlust um rund 10 Prozent ab. Die endgültigen Zahlen würden derzeit zusammengestellt.

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