Teilverbot besteht bereits seit 1994
Tiermehl im Rinderfutter entdeckt

Rinderfutter darf seit 1994 kein Tiermehl enthalten. Entdeckt wurde das unzulässige Futter bei einem Mischfutterbetrieb im Landkreis Cloppenburg.

Reuters HANNOVER. In Niedersachsen ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums im Rinderfutter aus einem Futterbetrieb bei einer Stichprobe Tiermehl entdeckt worden. In Rinderfutter dürfe bereits seit dem Teilverbot für die Tiermehl-Verfütterung von 1994 kein tierisches Gewebe mehr enthalten sein, sagte ein Sprecher am Montag in Hannover. Der Mischfutterbetrieb sei inzwischen vorübergehend still gelegt worden. Die gesamte Charge, aus der die Probe gezogen wurde, sei sicher gestellt worden, bevor sie in den Handel habe kommen können. Wie das Tiermehl in das Rinderfutter gelangt sei, stehe noch nicht fest. Unklar sei auch, ob die tierischen Bestandteile mit der Rinderseuche BSE verseucht gewesen seien.

Gesamte Charge ist sichergestellt worden

Entdeckt wurde das unzulässige Futter bei einer Routinekontrolle vor einer Woche in der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Oldenburg, die nach eigenen Angaben seit 1995 solche Proben untersucht. Es habe sich um eine Rückstellprobe von so genanntem Milchleistungsfutter für Milchkühe gehandelt. Es sei das erste Mal gewesen, dass die LUFA in Rinderfutter tierische Bestandteile festgestellt habe, sagte ein LUFA-Sprecher. Man habe sofort die amtliche Futtermittelüberwachung verständigt.

Betroffener Betrieb stellt auch Nahrungsmittel für Schweine her

Nach Informationen aus Behördenkreisen handelt es sich um einen Mischfutterbetrieb im Landkreis Cloppenburg, der neben Rinderfutter auch Nahrungsmittel für andere Tiere herstellt. Somit verwendet der Betrieb für Schweine- oder Geflügelmischfutter den Angaben zufolge auch Tiermehl. Dieses wird nach ersten Ermittlungen von einem Hersteller aus Nordrhein-Westfalen bezogen, der auch an ausländischen Tierkörperbeseitigungsanstalten beteiligt ist.

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