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Teilzeitrecht

BAG-Urteilvom 14.10.2003 00:00:00 - 9 AZR 636/02



Bundesarbeitsgericht
Teilzeitrecht


ZPO § 139, § 253 Abs. 2, § 308 Abs. 1; TzBfG § 8, § 22 Abs. 1; BGB §§ 130, 133, 157, 187, 188, 193; BetrVG § 87 Abs. 1

Nach § 8 Abs. 2 Satz 1 TzBfG muss die Verringerung der Arbeitszeit spätestens drei Monate vor deren Beginn geltend gemacht werden. Die Frist bestimmt sich nach § 187 Abs. 1, § 188 Abs. 2 BGB. Zwischen dem Zugang der Erklärung beim Arbeitgeber (§ 130 BGB) und dem Beginn der Arbeitszeitverkürzung müssen volle drei Monate liegen.

Ein Verzicht des Arbeitgebers auf die Einhaltung der Drei-Monats-Frist wirkt zugunsten des Arbeitnehmers. Er ist daher nach § 22 Abs.1 TzBfG zulässig.

Ein solcher Verzicht ist anzunehmen, wenn der Arbeitgeber trotz Fristversäumnis mit dem Arbeitnehmer ohne jeden Vorbehalt erörtert, ob dem Teilzeitverlangen betriebliche Gründe nach § 8 Abs. 4 TzBfG entgegenstehen.

BAG-Urteil vom 14.10.2003 - 9 AZR 636/02





Quelle: DER BETRIEB, 21.04.2004

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