TelDaFax ausgesetzt: Insolvenzantrag
Wachstumstitel nach Eröffnungsgewinnen im Minus

Nach anfänglichen Gewinnen geben die Wachstumswerte erneut nach. Zulegen kann der Kurs der Consors-Aktie nach Gerüchten über eine Übernahme durch die Allianz. Für negative Schlagzeilen sorgte die Marburger TelDaFax AG nach einem Insolvenzantrag. Consors profitiert von Übernahmegerüchten

rtr FRANKFURT. Der Neue Markt ist zu Wochenbeginn im Plus gestartet, büßte die Gewinne nach Händlereinschätzung wegen der anhaltenden Verunsicherung am Markt wieder ein. Gegen 11.15 Uhr MESZ tendierten die Indizes des Wachstumssegmentes knapp behauptet. Händler erklärten die Entwicklung mit der anhaltenden Verunsicherung am Markt und einigen Gewinnmitnahmen spekulativer Investoren. "Eigentlich sind die Verluste aber auf Grund der guten Vorgaben aus den USA nicht zu erklären", sagte ein Börsianer. Die US-Technologiebörse Nasdaq hatte am Freitag nach dem deutschen Handelsschluss ihre Verluste wieder wettmachen können und war mit einem Plus von 1,08 % bei 1840 Punkten aus dem Handel gegangen. Im Mittelpunkt des frühen Handels standen unter anderem die Papiere der Direktbank Consors sowie von Teldafax, die wegen einer bevorstehenden Veröffentlichung vom Handel ausgesetzt wurden. Die Marburger Telefongesellschaft stellte am Montagmorgen einen Insovenzantrag. (Mehr zum Thema: Teldafax vom Handel ausgesetzt)

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab nach anfänglichen Gewinnen 0,51 % auf 1668 Punkte nach, die im Nemax50 zusammengefassten Blue Chips verloren 0,4 % auf 1500 Zähler. Bereits am Freitag hatten beide Indizes rund ein Prozent verloren.

Im Mittelpunkt standen die Aktien der Direktbank Consors, die zu Handelsbeginn 18,9 % auf 29 ? zulegen konnten. Es gebe Gerüchte, wonach der am Neuen Markt gelistete Online-Broker von dem neu zu gründenden ersten deutschen Allfinanzkonzern der Allianz und Dresdner Bank vollständig übernommen werden soll, sagte ein Händler. Diese Gerüchte kommentiere das Unternehmen nicht, sagte ein Consors-Sprecher auf Nachfrage.

WWL Internet kann mehr als 20 % zulegen

Unter den kleineren Werten ragte die Internet-Agentur WWL Internet heraus, die sich um über 21 % auf 1,58 ? erhöhten. Die Finanzzeitung "Euro am Sonntag" hatte die Anteilsscheine zuvor zum Kauf empfohlen. Auf der Verliererseite präsentierte sich die Internolix AG, die über 51 % auf 3,40 ? nachgab. Am Morgen hatte das Unternehmen mitgeteilt, im ersten Quartal 2001 deutlich unter den eigenen Planungen liegneden Umsatz erwirtschaftet zu haben.

Die Aktien des Telekommunikationsunternehmens Teldafax wurden am Morgen vom Handel ausgesetzt. Eine Sprecherin der Deutschen Börse sagte dazu, Hintergrund sei eine bevorstehende Veröffentlichung des Unternehmens. Presseberichte, nach denen dem Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit drohe, wollte ein Sprecher der Gesellschaft nicht kommentieren. Im Laufe des Tages werde es eine Stellungnahme geben, sagte er.

Ein verhaltenen Börsendebüt hat am Montagmorgen die Nordex AG gegeben. Die Aktien des Windkraftanlagenbauers wurden in der ersten Notierung mit neun Euro bewertet, was genau dem Ausgabepreis am unteren Ende der reduzierten Bookbuildingsspanne entsprach. Im Laufe des Vormittags fiel das Papier auf 8,30 ?.

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