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Teldafax prüft Alternativen zum Neuen Markt

Reuters FRANKFURT. Das angeschlagene Marburger Telekommunikationsunternehmen Teldafax prüft nach eigenen Angaben Alternativen zu einer Notierung am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Zur Diskussion stehe der Verbleib am Neuen Markt oder ein Wechsel an den Geregelten Markt, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. "Für beide Möglichkeiten wird eine Szenario entwickelt, mit der klaren Interessenbekundung, dass wir an der Börse notiert bleiben wollen und entsprechende Schritte dazu eingeleitet haben", fügte der Sprecher hinzu. Die seit 1. Juni insolvente Teldafax hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, die beiden Betreuerbanken DG Bank und Goldman Sachs hätten ihre Mandate gekündigt. Teldafax befinde sich nun in Gesprächen mit einem neuen möglichen Designated Sponsor, sagte der Sprecher.

"Wir fühlen uns wohl am Neuen Markt und sind sehr an der Notiz interessiert. Wir gehören dorthin und sind eines der am längsten gelisteten Unternehmen", sagte der Sprecher weiter. Er räumte zugleich ein, dass es dagegen am Geregelten Markt ganz andere Auflagen und Kosten gebe. Nach Angaben des Sprechers wird eine Entscheidung "noch etwas auf sich warten lassen". Während die HypoVereinsbank weiter an Teldafax festhalte, hätten die Investmentbank Goldman Sachs und die DG Bank ihr Betreuermandat niedergelegt. Goldman Sachs habe sein Mandat bereits gekündigt, das Betreuermandat der DG Bank laufe noch bis zum 31. Juli, sagte der Sprecher. Teldafax befinde sich auf der Suche nach einem Ersatz für die DG Bank, fügte er hinzu. Das Regelwerk der Deutschen Börse ermöglicht einen Börsenausschluss, wenn ein am Neuen Markt gelistetes Unternehmen nicht über mindestens zwei Designated Sponsors verfügt. Das Reglement sieht nach früheren Angaben einer Börsensprecherin vor, dass dem Unternehmen im Falle eines Wegfalls eines Betreuers ein "angemessener Zeitraum" gelassen wird, einen neuen zu gewinnen.

Teldafax hatte am Donnerstagabend die für den 11. Juli geplante Hauptversammlung abgesagt. Der Sprecher begründete dies mit dem bislang nicht vorliegenden Jahresabschluss 2000. Das Unternehmen wolle den Geschäftsabschluss aber noch im Juni vorlegen, bekräftigte der Sprecher.

Die Teldafax-Aktien verloren am Vormittag in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt über 17 % auf 0,24 ?. Mitte Januar waren die Teldafax-Papiere noch 5,50 ? wert.

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