Teldafax wird möglicherweise komplett verkauft
Teldafax prüft Angebote von verschiedenen Wettbewerbern

Die finanziell angeschlagene Telefongesellschaft Teldafax AG wird ihr Geschäft nach eigener Aussage möglicherweise verkaufen, verhandelt aber daneben wegen der ausstehenden Schulden weiter mit der Deutschen Telekom.

ddp/vwd MARBURG. Das zahlungsunfähige Telekommunikationsunternehmen Teldafax AG, Marburg, wird möglicherweise komplett verkauft. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Bernd Reuss auf Anfrage sagte, werde darüber mit verschiedenen Wettbewerbern verhandelt. An den Gesprächen seien auch am Neuen Markt notierte Unternehmen beteiligt. Parallel dazu liefen die Verhandlungen zwischen dem Teldafax-Großaktionär World Access aus Atlanta (USA), der Insolvenzverwaltung und der Deutschen Telekom über die Freischaltung der gesperrten Telefonleitungen weiter. Eine Lösung werde noch in dieser Woche erwartet.

Mobilcom wird Teldafax nicht übernehmen

Die am Neuen Markt notierte Mobilcom AG hat hingegen kein Interesse, Teldafax zu übernehmen. Kerngeschäft von Mobilcom sei der Mobilfunk und der Aufbau des ersten UMTS-Netzes in Deutschland, teilte das Unternehmen in Büdelsdorf mit. Allerdings rechne man als Folge der Marktbereinigung im Festnetzsegment mit steigenden Margen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Schmid. Mehrheitsaktionär World Access hatte angekündigt, die auf etwa 90 Millionen Mark geschätzten Schulden von Teldafax bei der Deutschen Telekom zu übernehmen. Damit sei die Freischaltung der Leitungen durch die Telekom noch am vergangenen Samstag verbunden. World Access musste diese Angaben am Sonntag jedoch korrigieren. Gläubiger hatten gegen das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Die Leitungen von Teldafax waren bis Montagnachmittag noch nicht freigeschaltet. Der Kurs der am Neuen Mark notierten Teldafax-Aktie lag zur selben Zeit mit 0,61 Euro rund ein Drittel über dem Vortagsschluss.

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