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Telecom Italia trägt Schuldenberg ab

Die Telecom Italia hat im ersten Quartal trotz ungünstiger Wechselkurseffekte und dem Wegfall von Geschäftsteilen ihren operativen Gewinn wie erwartet gesteigert und die Schuldenlast reduziert.

Reuters MAILAND. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro, wie der italienische Telekommunikations-Konzern am Montag mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 0,9 Prozent auf 3,30 Milliarden Euro zu. Telecom-Italia-Aktien gaben nach.

Die Umsätze fielen dagegen um fast zwei Prozent auf 7,13 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis und ohne Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen ergab sich allerdings ein Plus von 6,4 Prozent. Belastet wurde der Umsatz zum einen durch die Währungsschwäche in lateinamerikanischen Absatzmärkten, insbesondere in Brasilien. Zum anderen fehlten Erlöse aus inzwischen verkauften Geschäftsbereichen. Die von Finanzexperten viel beachtete Ebitda-Marge stieg auf 46,4 Prozent von 45,1 Prozent in der Vorjahresperiode.

Branchenexperten sprachen von soliden Geschäftszahlen. Diese lagen insgesamt auch im Rahmen der durchschnittlichen Prognosen von Reuters befragter Analysten. Die Branchenexperten hatten einen operativen Gewinn von 1,83 Milliarden Euro, ein Ebitda von 3,33 Milliarden Euro sowie einen Umsatz von 7,2 Milliarden Euro vorausgesagt.

Die Nettoschulden des Konzerns fielen nach Unternehmensangaben im Berichtszeitraum um mehr als zwei Milliarden Euro auf 16,08 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte Ende des vierten Quartals 2002 vorzeitig einen Teil der Jahres-Dividende ausgezahlt.

Telecom Italia plant eine Verschmelzung mit ihrer ebenfalls hoch verschuldeten Muttergesellschaft Olivetti. Ziel der Fusion ist eine Vereinfachung der Eigentümerstruktur. Die neue Gesellschaft wird Schulden von mehr als 40 Milliarden Euro haben. Telecom Italia hatte angekündigt, die Verbindlichkeiten durch Verkäufe und aus dem Cash-Flow rasch zu reduzieren.

Die Mobilfunksparte TIM der Telecom Italia steigerte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn etwas stärker als von Analysten erwartet. Dabei machte das starke Inlands-Geschäft die Belastungen wett, die sich aus den schwachen Währungen in Lateinamerika ergaben.

Wie TIM mitteilte, stieg der operative Gewinn im Auftaktquartal um 7,9 Prozent auf 897 Millionen Euro. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro zu. Bereinigt um die negativen Effekte aus dem Kursverfall der Währungen in Brasilien und Venezuela wären die Erlöse nach Unternehmensangaben sogar um 15,4 Prozent gewachsen.

Von Reuters befragte Analysten hatten einen operativen Gewinn von 837 Millionen Euro und einen Umsatz von 2,60 Milliarden Euro vorausgesagt. Telecom-Italia-Aktien verloren gegen den Markttrend an der Mailänder Börse bis zum Nachmittag 2,3 Prozent auf 7,19 Euro. TIM-Papiere dagegen legten 1,2 Prozent auf 4,20 Euro zu. Analysten sprachen von Fondsumschichtungen von Telecom-Italia-Titeln in TIM-Papiere.

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