Telefonat geführt
Chirac und Bush sprechen wieder miteinander

Nach der langen Funkstille kommt wieder Bewegung in die amerikanisch-französischen Beziehungen. Frankreich will den USA beim Wiederaufbau im Irak helfen.

dpa PARIS/WASHINGTON. Der französische Präsident Jacques Chirac hat nach den schweren Differenzen im Vorfeld des Irak-Krieges erstmals seit dem 7. Februar wieder mit US-Präsident George W. Bush gesprochen. In dem Telefongespräch habe Chirac Bush die Mitarbeit Frankreichs beim Wiederaufbau des Irak angeboten, sagte am Dienstag in Paris eine Sprecherin des Präsidenten. Nach Darstellung des Weißen Hauses hat Chirac eine "pragmatische Rolle beim Wiederaufbau des Iraks" in Aussicht gestellt.

Das Angebot betreffe die Entwaffnung, die Fragen einer Übergangsregierung, der Erdölreserven und der Verwaltung, sagte die Sprecherin Chiracs. Bush habe sich dafür bedankt. Frankreich fordert, den Wiederaufbau in Irak unter die Obhut der Vereinten Nationen zu stellen.

Bush-Sprecher Ari Fleischer sagte in Washington, es habe sich um eine "geschäftsmäßige Unterhaltung" gehandelt. Neben dem Irak sei auch die Lage in Syrien zur Sprache gekommen. Die beiden Präsidenten seien sich einig darin gewesen, dass Syrien keine irakischen Führer aufnehmen sollte. Diese Haltung Frankreichs werde von Bush als hilfreich begrüßt. Der US-Präsident habe ferner die Hoffnung geäußert, dass er den "Fahrplan" zu einem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern bald veröffentlichen könne. Ein weiteres Thema des Gesprächs sei der Gipfel der großen sieben Industrieländer und Russlands (G-8) Anfang Juni in Evian (Frankreich gewesen), an dem Bush teilnehmen wird.

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