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Telefonkarten-Streit: Verbraucherschützer verklagen Telekom

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat im Streit um befristete Telefonkarten beim Landgericht Köln ein Ordnungsgeld in Höhe von 50 000 Mark gegen die Deutsche Telekom beantragt.

ddp.vwd STUTTGART. Die Telekom verkaufe trotz eines vom Bundesgerichtshof (BGH) verhängten Verbots weiter befristete Karten für öffentliche Fernsprecher, kritisierten die Verbraucherschützer am Montag in Stuttgart. Damit verstoße das Unternehmen vorsätzlich gegen das Urteil.

Den Angaben zufolge soll die Telekom zwar beteuert haben, sich nicht mehr auf Verfallsdaten von Karten zu berufen. Die meisten Kunden wüssten jedoch nicht, dass die Befristung unwirksam sei. Nur wer das Urteil des Bundesgerichtshof kenne, komme auf die Idee, sich zu beschweren. Alle anderen würden die Karte nach Ablauf des aufgedruckten Datums vermutlich wegwerfen. Die Verbraucherzentrale rät Telefonkarten-Besitzern, ihre Karten über die Gültigkeitsdauer hinaus aufzubewahren und das Restguthaben zu notieren. Wenn die Karten nicht mehr verwendet werden könnten, müsse die Telekom das Restguthaben erstatten.

Wegen des Verfallsdatums hatte die Verbraucherzentrale bei mehreren Gerichten gegen die Telekom geklagt. Im Frühjahr erklärte der BGH in letzter Instanz die Befristung von Telefonkarten für unzulässig.

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