Telefonnetzausrüster will das internationale Geschäft stark ausbauen
Lucent hofft auf UMTS-Aufträge in Europa

Der amerikanische Telefonnetzausrüster Lucent sieht Deutschland als eine seiner wichtigsten Wachstumsregionen an. "Unser Ziel ist es, den Marktanteil hier auf zehn bis 15 Prozent zu steigern", sagt Mike Butcher, zuständig für das internationale Geschäft des weltweit größten Telefontechnik-Konzerns dem Handelsblatt.

gil BONN. "Dann wären wir hier einer der drei größten Anbieter". Zur Zeit liegt der Marktanteil nach Einschätzung von Butcher bei sieben Prozent, im vergangenen Jahr waren es erst drei Prozent. Dies entspricht einem Deutschland-Umsatz für das vergangene Jahr von rund drei Mrd. DM. Genaue Zahlen nennt Lucent nicht.

Die Wachstumspläne für Deutschland sind Teil der Strategie des Konzerns, den Anteil des internationalen Geschäfts von jetzt 35 Prozent auf 50 Prozent in den nächsten fünf Jahren zu steigern. In Europa beschäftigt Lucent rund 20 000 Personen, davon 4 000 in Deutschland, vor allem im Werk Nürnberg. Der Anteil der Fertigung wird in der nächsten Zeit stark schrumpfen, da Lucent mehr Fertigung an Fremdfirmen vergeben will. "Der Anteil des Outsourcing wird von jetzt zehn auf 50 Prozent steigen", betont Butcher. "Lucent wird sich auf Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung konzentrieren."

Der US-Konzern hofft bei der anstehenden Vergabe der Aufträge für die UMTS-Netzinfrastruktur in Europa auf zwei bis drei Zuschläge. Gut im Rennen sei der Konzern bei der spanischen Telefónica und bei der niederländischen KPN, der Muttergesellschaft von E-Plus. Allerdings hat Telefónica inzwischen erste Aufträge für den Aufbau des Mobilfunknetzes der neuen UMTS-Technologie an Nokia, Ericsson und Motorola vergeben. Bei der Deutschen Telekom hofft Lucent ebenfalls auf einen Auftrag.



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