Telefonverbindungen werden länger gespeichert
Datenschützer kritisieren neues Gesetz zur Telekommunikation

adx HANNOVER. Datenschützer kritisieren die geplante neue Datenschutzverordnung der Bundesregierung für die Telekommunikation als unzureichend. Die Verlängerung der Speicherzeiten für Telefonverbindungen von bisher 80 Tagen auf sechs Monate berge Gefahren, erklärte der Vorsitzende der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, Burckhard Nedden, am Dienstag in Hannover.

Außerdem hätten die Telefonkunden nur noch Einfluss auf die Daten, die das jeweils die Rechnung stellende Unternehmen erhebe, warnte Nedden, der auch niedersächsischer Datenschutzbeauftragter ist. Die beim so genannten Call-by-Call-Verfahren gewonnene Daten könnten sogar ins Ausland übermittelt und analysiert werden, auch wenn dort kein angemessenes Datenschutzniveau herrsche. Nedden forderte den Bundesrat auf, die Verordnung vor der Abstimmung am 14. Juli mit einem ausreichenden Schutz für die unbeobachtete Telekommunikation zu versehen.

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