Telegate kann um 36,93 Prozent zulegen
Neuer Markt legt Verschnaufpause ein

Die Talfahrt des Neuen Marktes hat am zumindest am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der Nemax 50 stieg nach den Verlusten der Vortage bis zum Abend um 1 Prozent auf 1 215 Zähler.

dpa FRANKFURT. Der Nemax All Share legte um 0,1 Prozent auf 1 296 Stellen zu. Unterstützt wurden die Kurszuwächse von einem festen Handelsbeginn an der Technologiebörse Nasdaq. Dort drehte die Stimmung jedoch, als die Zahlen zu den Lagerbeständen der US- Unternehmen bekannt wurden. Diese bauten sich nicht so schnell ab, wie erwartet, begründete ein Frankfurter Händler die folgenden leichten Verluste in Amerika und den nachgebenden Neuen Markt

.

"Der Neue Markt ist noch unglaublich nervös. Wenn Amerika ein paar Punkte nachgibt, dann purzeln hier die Kurse wieder deutlich herunter", sagte ein Händler einer Großbank in Frankfurt. Für die zukünftige Entwicklung sei wichtig, dass die Nasdaq in der anlaufenden Saison der Quartalsmeldungen nicht unter 2000 Punkte rutscht. Könnten zudem einige Unternehmen positiv überraschen, dann seien wieder steigende Kurse zu erwarten. "Viele gute Unternehmen am Neuen Markt sind günstig bewertet", sagte er.

Das glaubten die Anleger beim Nemax-50-Wert Telegate. Die Aktien des Telefonauskunft-Dienstleisters legten um 36,93 Prozent auf 6,60 Euro zu. Händler begründeten dies mit einer technischen Reaktion auf die vorangegangenen Verluste. Die Papiere der Dresdner SAP SI verteuerten sich um 13,76 Prozent auf 20,75 Euro und Aixtron-Aktien gewannen 11,18 Prozent auf 27,55 Euro.

Die Anteilsscheine des Chipkartenbrokers ACG AG gaben um 18,87 Prozent auf 8,30 Euro nach, nachdem das Unternehmen eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr herausgegeben hatte. Statt eines operativen Gewinns von 36 Mio. Euro sollen jetzt lediglich 15 Mio. Euro erreicht werden.

Verkäufe institutioneller Börsianer ließen den Kurs des Glasfaserspezialisten ADVA Optical Networks abstürzen. Die Papiere wurden ohne Rücksicht auf Kursverluste auf den Markt geworfen und stürzten den Wert um 17,29 Prozent auf 3,30 Euro.

Der Onlinebroker Consors AG litt im zweiten Quartal unter dem schwachen Börsenumfeld. Im Kerngeschäft ging die Anzahl der Börsengeschäfte mit Aktien (Trades) um 28 Prozent zurück. Die Analysten von JP Morgan senkten daraufhin ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr von vorher 85 auf jetzt 75 Cent pro Aktie. Im kommenden Jahr soll der Gewinn auf 51 Cent pro Aktie noch weiter schrumpfen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%