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Telekom-Ausrüster Alcatel baut 900 von 6.250 Stellen abDPA-Datum: 2004-06-29 17:03:54

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Telekommunikationsausrüster Alcatel < PCGE.PSE > < CGE.ETR > hat sich beim Abbau von rund 900 der 6.250 Arbeitsplätze in Deutschland mit der Gewerkschaft IG Metall und dem Betriebsrat auf einen Kompromiss geeinigt. Etwa 550 Stellen würden an fremde Unternehmen ausgelagert (Outsourcing), teilte die Alcatel SEL AG am Dienstag in Stuttgart mit. Zudem werde es eine Beschäftigungs- und Qualifizierungs- Gesellschaft und Sozialpläne geben.

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Telekommunikationsausrüster Alcatel < PCGE.PSE > < CGE.ETR > hat sich beim Abbau von rund 900 der 6.250 Arbeitsplätze in Deutschland mit der Gewerkschaft IG Metall und dem Betriebsrat auf einen Kompromiss geeinigt. Etwa 550 Stellen würden an fremde Unternehmen ausgelagert (Outsourcing), teilte die Alcatel SEL AG am Dienstag in Stuttgart mit. Zudem werde es eine Beschäftigungs- und Qualifizierungs- Gesellschaft und Sozialpläne geben.

Die IG Metall sprach von einem "schwarzen Tag" für die Beschäftigten. Mindestens 340 Mitarbeiter würden ihren Job verlieren. Der Konzernvorstand betonte, bis Ende November 2004 werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Um Härtefälle zu vermeiden, werde mit weiteren Unternehmen über die Übernahme von Mitarbeitern und Produktionsteilen verhandelt.

Alcatel hatte Ende vergangenen Jahres den drastischen Sparkurs angekündigt. Von Überkapazitäten nach dem Ende des Internet-Booms seien die Unternehmensbereiche Übertragungstechnik und Vermittlungssysteme besonders betroffen. Ende 2003 hatte das Unternehmen rund 6250 Beschäftigte und erwirtschaftete 2002 in Deutschland einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Nach Gewerkschaftsangaben wird der Produktionsstandort in Stuttgart- Zuffenhausen zum 30. Juni 2005 geschlossen. Der Großteil der Mitarbeiter werde vom US-amerikanischen IT- Dienstleister CTDI übernommen.

Alcatel-Betriebsratschef Eberhard Süßmuth machte die französische Konzernmutter in Paris für den Stellenabbau verantwortlich: "Diese falsche Konzernstrategie wird sich noch bitter rächen." Mangels Alternativen habe man dem Interessenausgleich aber zustimmen müssen.

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