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Telekom Austria - Aufsichtsrat tagt zu Verkauf am Sonntag

Wien (dpa-AFX/APA) - Der Teilverkauf der Telekom Austria (TA) steht unmittelbar bevor. Die Öiag hat am Montag kurzfristig für kommenden Sonntag eine Aufsichtsratssitzung einberufen. Öiag-Kreise haben am Montagabend einen entsprechenden Bericht der "Presse" (Dienstagausgabe) bestätigt. Thema der Sitzung ist laut Tagesordnung die Reduktion der Staatsanteile um weitere 17 %. Der Vorbeschluss dazu war bereits Anfang Mai gefallen. Nun soll der Verkauf endgültig fixiert werden.

Wien (dpa-AFX/APA) - Der Teilverkauf der Telekom Austria (TA) steht unmittelbar bevor. Die Öiag hat am Montag kurzfristig für kommenden Sonntag eine Aufsichtsratssitzung einberufen. Öiag-Kreise haben am Montagabend einen entsprechenden Bericht der "Presse" (Dienstagausgabe) bestätigt. Thema der Sitzung ist laut Tagesordnung die Reduktion der Staatsanteile um weitere 17 %. Der Vorbeschluss dazu war bereits Anfang Mai gefallen. Nun soll der Verkauf endgültig fixiert werden.

Als voraussichtlicher Käufer gilt die schweizerische Swisscom. Finanzminister Karl-Heinz Grasser und sein Schweizer Amtskollege Hans-Rudolf Merz sollen sich laut "Presse"-Bericht bei einem Treffen vergangenen Donnerstag auf einen Kaufpreis von 15 bis 16 ? je Aktie geeinigt haben. Eine Sprecherin der Öiag, die am Freitag noch von einem "Gerücht" gesprochen hatte, wollte am Montag auf APA-Anfrage keinen Kommentar zu den Spekulationen abgeben.

Ziel des Verkaufs von Anteilen an die Swisscom soll laut "Presse" eine Komplettübernahme der TA durch die Swisscom sein. Nach den 17 % der Öiag sollen die Schweizer demnach zusätzlich Aktien an der Börse zukaufen dürfen. Hält die Swisscom mehr als 30 % an der TA, muss sie allen verbleibenden Aktionären der TA ein Übernahmeangebot legen. Den Kleinaktionären ist dabei derselbe Preis zu bieten, den die Schweizer für das Aktienpaket der Öiag zahlen. In einem zweiten Schritt, schreibt die Zeitung, soll die Öiag dann auch den Rest ihres derzeit noch 42,2-Prozent-Paketes (ohne Umtauschanleihe) an die Schweizer verkaufen.

Bei einem erwarteten Preis von 15 bis 16 ? würde das gesamte Öiag-Paket dem Finanzminister 3,2 bis 3,4 Mrd. ? einbringen. Die Telekom Austria könnte nach der Fusion zur Ost-Zentrale des Schweizer Konzerns ausgebaut werden und dabei vom Kapital der Swisscom profitieren, heißt es. Zudem soll laut Bericht ein wichtiger Teil des gemeinsamen Konzerns an der Wiener Börse verbleiben - entweder 49 % des neuen Telekom-Riesen oder die Mobilfunktöchter des fusionierten Konzerns.

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