Telekom belastet
Dax fällt auf Tagestief

Die deutschen Aktien sind am Donnerstag tief in die Verlustzone gerutscht. Zwei Stunden vor Handelsschluss gab der Deustche Aktien-Index DAX um 2,15 % auf 5494 Punkte nach. Die 70 mittleren Werten im MDax gaben 0,91 % auf 4602 Punkte nach.

dpa FRANKFURT/MAIN. Erneut gehörten Bayer-Titel zu den Verlierern. Mit einem Verlust von 2,65 % auf 36,36 ? konnten sie jedoch zumindest einen Teil ihrer Verluste im späten Handel eindämmen. Die Aktie war am Vortag nach der Rücknahme des umsatzstarken Cholesterinmedikaments Lipobay bereits um mehr als 17 % eingebrochen. Im ersten Halbjahr 2001 sei das operative Ergebnis vor Sonderposten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 % auf knapp 1,5 Mrd. ? gesunken, teilte der Konzern mit.

Ebenfalls steil bergab ging es für die T-Aktie, die bei hohen Umsätzen um 4,94 % auf 20,20 ? nachgab. Bereits in den Vortagen hatte der Kurs unter dem Druck massiver Verkäufe durch die Deutsche Bank im Kundenauftrag stark nachgegeben.

Das Papier der Deutschen Bank stand ebenfalls unter Druck und gab 3,19 % auf 75,95 ? nach. Das Finanzhaus werde für den Verkauf der T-Aktien regelrecht abgestraft, sagten Händler. Am Montag hatten Analysten der größten deutschen Bank noch empfohlen, das Papier der Telekom zu kaufen. "Der Markt ist richtig sauer auf die Deutsche Bank", sagte Knut Hochwald von der Hamburger Sparkasse. Die Aktion sei "unterste Schublade" gewesen.

Commerzbank steigt gegen den Trend

Commerzbank waren trotz eines Gewinneinbruchs mit einem Zuwachs von 2,52 % auf 26,82 ? der stärkste Wert im Dax. Händler begründeten die Gewinne mit erneuten Übernahme-Spekulationen. Zudem seien noch schlechtere Zahlen erwartet worden. Der Konzerngewinn vor Steuern der Commerzbank fiel im 1. Halbjahr um 74 % auf 495 Mill. ? (970 Mill. DM).

In den USA gab der Dow Jones um 0,46 % auf 10 246 Punkte nach. Noch deutlicher fielen die Einbußen an der NASDAQ aus, die 3,37 % auf 1117 Zähler verlor. Auch die Kure der europäischen Schwergewichte im EuroSTOXX 50 bröckelten um 2,27 % auf 3883 Punke ab. Deutliche Verluste verzeichneten auch die Börsen in London und Paris.

Nach der Veröffentlichung des "Beige Book" der US-Notenbank Fed am Mittwochabend würden immer mehr Ängste vor einer Rezession in den USA um sich greifen, sagten Marktbeobachter. "Es gab nichts als negative Aussagen und es sieht so aus, als wäre Europa genau so wie die USA betroffen", sagte ein Händler.

Der Rentenmarkt notierte deutlich fester. Der Bund Future gewann 0,4 % auf 108,78 Punkte, der REX stieg um 0,3 % auf 113,23 Zähler. Die Umlaufrendite lag mit 4,71 % unter dem Vortageswert von 4,78 %. Der Kurs des Euro ist gestiegen. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 0,8853 (Mittwoch: 0,8763) US-Dollar fest. Der Dollar kostete 2,2092 (2,2319) DM.

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