Telekom-Chef äußert sich zufrieden mit Ausgang der Auktion
Ron Sommer erneuert Kritik an Lizenzvergabe

ddp MAINZ. Nach dem Ende der UMTS-Auktion ist Telekom-Chef Ron Sommer mit dem Ergebnis zufrieden. Zugleich warnte Sommer am Donnerstagabend im ZDF-"heute-journal" vor einer Wettbewerbsverzerrung, weil in einigen anderen Staaten die Mobilfunklizenzen kostenfrei vergeben worden seien. Sommer kritisierte, "Telefónica und Sonera zum Beispiel, Spanien und Finnland, sind beide Unternehmen, die es in ihren Heimatländen geschenkt bekommen haben."

Er stelle deshalb die Frage, ob man es "mit einer bedeutenden Verzerrung zu tun" habe, "zum Nachteil der Unternehmen, die versteigern müssen in allen Ländern, zum Vorteil der Unternehmen, die in ihren Heimatländern es geschenkt bekommen". Sommer gab zu bedenken, "die deutsche Infrastruktur" sei "erst mal mit 100 Mrd. DM alleine für die Lizenzkosten belastet, der spanische Konsument hat damit nichts zu tun". Dieses Ungleichgewicht in Europa mache ihm große Sorgen. Es gehe "hier auch um die Frage des Wirtschaftsstandortes Deutschland", warnte Sommer.

Sommer trat zugleich dem Vorwurf entgegen, die Lizenzen seien eine Woche vorher schon zu einem deutlich niedrigeren Preis zu haben gewesen, wenn die Telekom bereits früher nur noch für zwei Frequenzpakete geboten hätte. Sein Unternehmen habe sich "ganz sicherlich nicht" verspekuliert, sagte der Telekom-Chef.

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