Telekom-Chef zur Kursentwicklung
Sommer: Absturz der T-Aktie "höchst unerfreulich"

In den vergangenen Wochen war die T-Aktie weit unter ihren Ausgabe-Preis gefallen. Ron Sommer erklärt das mit psychologischen Mechanismen. Mit der tatsächlichen Entwicklung des Konzerns sei das nicht zu begründen.

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dpa/ddp/vwd KÖLN. Den drastischen Absturz der T-Aktie hat Telekom-Chef Ron Sommer als in höchstem Maße unerfreulich bezeichnet. "Sie steht im krassen Gegensatz zur operativen Entwicklung des Konzerns", sagte er zu Beginn der Hauptversammlung vor rund 7000 Aktionären in Köln.

Zur Begründung führte Sommer unter anderem an, dass die gesamte Telekom-Branche weltweit von einer negativen Kursentwicklung betroffen sei. Außerdem differenziere der Kapitalmarkt kaum mehr zwischen Starken und Schwachen sowie zwischen Gewinnern und Verlierern. Die "objektiven Fakten" wie die überdurchschnittliche Umsatzentwicklung würden im Moment an den Börsen "ignoriert oder schlicht einfach übersehen". Daher sei die Kursentwicklung in den vergangenen Wochen nicht mehr nachvollziehbar und nur mit psychologischen Mechanismen zu erklärten.

Die T-Aktie war in den vergangenen Wochen weit unter ihren Ausgabepreis beim Börsengang 1996 (14,57 Euro) gefallen. Auch wenn die gesamte Branche betroffen sei, räumte Sommer auch Fehler ein. So habe sich das Unternehmen in der Einschätzung des Preisverfalls auf den Telekommunikationsmärkten geirrt. Dieser durch die scharfe Regulierung verursachte Preisverfall sei in seiner Dynamik nicht vorhersehbar gewesen.

Sommer versicherte den Aktionären, dass das Management und die Mitarbeiter weiterhin mit aller Kraft alles tun würden, um eine wieder positive Kursentwicklung der T-Aktie zu stützen. Der gesamte Telekom-Vorstand muss wegen des Kursverfalls mit scharfer Kritik an seiner Beteiligungspolitik und der Konzernstrategie rechnen.

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