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Telekom erhöht Gewinnziele für 2004

Nach kräftigen Gewinn- und Umsatzzuwächsen im ersten Halbjahr 2004 hat die Deutsche Telekom ihre Gewinnziele für das gesamte Jahr deutlich angehoben.

dpa BONN. Nach kräftigen Gewinn- und Umsatzzuwächsen im ersten Halbjahr 2004 hat die Deutsche Telekom ihre Gewinnziele für das gesamte Jahr deutlich angehoben.

Danach soll sich der Konzernüberschuss bis zum Jahresende auf mindestens 2,5 Mrd. ? verdoppeln, kündigte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Bonn an. Zugleich stellte er den T-Aktionären eine attraktive Dividende in Aussicht. Damit würden die Anleger nach zwei Jahren ohne Ausschüttung für 2004 wieder in den Genuss einer Gewinnbeteiligung kommen.

Der Konzernchef sprach von "sehr guten" Ergebnissen im ersten Halbjahr. Dabei waren vor allem der Mobilfunk und das Online-Geschäft die Wachstumstreiber. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Konzernüberschuss um 64 % auf 1,8 Mrd. ? und der Umsatz um 4,4 % auf 28,4 Mrd. ?. "Auch für die zweite Jahreshälfte sind wir sehr zuversichtlich", betonte Ricke. So rechnete der Vorstand unter anderem bei den schnellen Internet- Anschlüssen DSL und beim Kundenwachstum von T USA-Mobile mit höheren Werten.

Die Mobilfunkgesellschaft, die die Telekom 2001 unter dem Namen Voicestream für rund 40 Mrd. $ erworben hatte, entwickelt sich immer mehr zu einer Perle in der T-Mobile-Gruppe: Im ersten Halbjahr erhöhte die Tochterfirma ihren Kundenbestand um 2,3 Mill. auf mehr als 15 Millionen Kunden. Bis zum Jahresende soll die Zahl bereits 17 Mill. erreichen. Im zweiten Quartal erwirtschaftete die US-Tochter sogar erstmals einen Gewinn (240 Mio US-Dollar).

Die deutsche Mobilfunkgesellschaft bleibt unterdessen im Inland weiterhin der klare Marktführer: Die Kundenzahl lag Ende Juni bei mehr als 27 Millionen. Der Düsseldorfer Konkurrent Vodafone D2 hatte vor wenigen Wochen eine Zahl von 25,5 Millionen Kunden genannt. T Mobile Deutschland - leistete zudem mit 832 Mill. ? den größten Beitrag zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (3,2 Mrd Euro). Die Kundenzahl in der gesamten der T-Mobile-Gruppe (Mehrheitsbeteiligungen) lag Ende Juni bei 65,7 Millionen.

Bei der Festnetzgesellschaft T-Com verzeichnete der Bonner Riese im ersten Halbjahr wegen des anhaltend scharfen Wettbewerbs und eines schwachen konjunkturellen Umfelds dagegen Umsatzrückgänge. Der Trend habe sich inzwischen aber verlangsamt, sagte Ricke. Gut läuft weiterhin das Breitband-Geschäft. 4,7 Millionen Kunden hatten Ende Juni einen schnellen Internet-Anschluss. Knapp 1 Million mehr sollen es zum Jahresende sein. Beim Schuldenabbau kommt die Telekom auch in diesem Jahr weiter voran: Bis Ende Juni verringerten sich die Finanzverbindlichkeiten auf rund 43,3 Mrd. ?.

Keine neue Entwicklungen gibt es nach den Worten von Ricke beim Aufbau des Lkw-Maut-Systems Toll Collect. "Es gibt keine Anzeichen, dass wir das nicht schaffen werden", sagte er zu zu Presseberichten über über neuerliche Verzögerungen beim Einbau der On-Board-Units. Toll Collect sei verantwortlich für die Lieferung, nicht für den Einbau der Geräte. Anfang 2005 soll das satelliten-gestützte Abrechnungssystem in einer abgespeckten Version an den Start gehen.

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