Telekom-Regulierer will drahtlose Internet-Zugänge fördern
Neues Frequenzband für WLAN

. Die Telekom-Regulierungsbehörde will drahtlose Internetzugänge über lokale Funknetze fördern. Für diese so genannte Wireless Local Area Networks (WLAN) sollen daher weitere Frequenzen zur Verfügung gestellt werden. Das kündigte Behördenpräsident Matthias Kurth in Bonn an.

slo DÜSSELDORF. Die WLAN-Technik wird heute in erster Linie in Unternehmen eingesetzt, künftig sollen zentrale Plätze mit vielen Besuchern wie Flughäfen und Hotels. Bahnhöfen und Cafés hinzukommen. Die Nutzer können dort mit ihrem Laptop im Internet surfen - ganz ohne Kabel. Geht es nach den Prognosen der Analysten, sollen sich die lokalen Funknetze in den nächsten Jahren enorm verbreiten. Die Marktforscher von Analysys erwarten, dass sich die Zahl der Nutzer bis 2006 allein in Europa auf 20 Mill. erhöht - gut tausend Mal mehr als heute. Den künftigen Umsatz der WLAN-Anbieter schätzt Analysys auf 3 Mrd. Euro.

Das neue Frequenzband, das die Regulierungsbehörde freigeben will, ermöglicht Datenübertragungsraten von bis 54 Megabit pro Sekunde. Herkömmliche WLAN schaffen etwa ein Fünftel dieser Geschwindigkeit. Der neue Mobilfunkstandard UMTS überträgt Daten unter günstigsten Umständen mit zwei Megabit pro Sekunde. WLAN ist nach Ansicht vieler Experten eine Ergänzung zu UMTS. UMTS sei viel besser geeignet, die Bedürfnisse der Nutzer nach Mobilität zu befriedigen. WLAN dagegen sei nur eine punktuelle Lösung. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie der Regulierungsbehörde, die Kurth vorstellte.

Branchenexperten halten WLAN aber zu Gute: Es ermöglicht eine schnellere Datenübertragung, ist günstiger in der Installation und vor allem ist die Technik bereits heute erprobt und voll einsatzbereit.

Bei einigen Mobilfunknetzbetreibern gibt es daher die Sorge, dass das zukünftige Mobilfunkgeschäft durch WLAN-Installationen untergraben werden könne. Der Hauptgrund dafür ist die kostenlose Verteilung der WLAN-Frequenzen. Es könne nicht sein, dass die UMTS-Netzbetreiber hohe Kosten für Lizenzen hätten und WLAN-Betreiber nicht, heißt es aus dem Umfeld einiger Mobilfunker.

Laut Kurth sollten die Unternehmen UMTS und zugleich WLAN anbieten. Ein solches Verbundprodukt liege im Interesse aller Marktteilnehmer.

Quelle: Handelsblatt

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