Telekom schwächer
Dax von Gewinnmitnahmen belastet

Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Tage hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag einen Dämpfer erlitten.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Leitindex Dax drehte nach einem freundlichen Start rasch ins Minus und gab bis zum Abend um 0,15 % auf 5 238 Punkte nach. Am Neuen Markt fiel der Nemax 50 um 0,48 % auf 1 042 Zähler. Der M-Dax der 70 mittleren Werte verlor 0,25 % auf 4406 Stellen.

Gewinnmitnahmen bestimmten Händlern zufolge den Markt. An der grundsätzlich positiven Stimmung angesichts der ermutigenden US- Konjunkturdaten vergangene Woche ändere sich aber nichts. So ist am Nachmittag der Einkaufsmanagerindex für die US- Dienstleistungsbranche im Februar stärker als erwartet gestiegen und zeigt damit eine Belebung des Sektors an.

Die T-Aktie geriet nach Vorlage von Geschäftszahlen für 2001 unter Druck und büßte 1,64 % auf 16,75 Euro ein. Die Deutsche Telekom war im vergangenen Jahr erstmals seit ihrem Börsengang vor gut fünf Jahren in die Verlustzone gerutscht. "Bei den Zahlen halten sich positive und negative Überraschungen die Waage", sagte ein Börsianer. Der Verlust sei mit 3,5 Mrd. Euro deutlich höher als erwartet ausgefallen, der Abbau des Schuldenbergs komme aber offenbar voran.

Technologietitel litten Händlern zufolge besonders unter Gewinnmitnahmen. Nach ihrem Vortagesplus von knapp 10 % gab die Aktie des Bauelemente-Spezialisten Epcos 3,00 % auf 48,80 Euro ab. Schwächer zeigten sich zeitweise auch die Papiere des Sportartikel-Herstellers Adidas-Salomon . Zuletzt gewann die Aktie jedoch wieder 0,16 % auf 80,10 Euro, nachdem sie am Vortag mit einem Kursaufschlag von mehr als sieben Prozent aus dem Handel gegangen war.

Die Aktie des Düsseldorfer Chemiekonzerns Henkel verteuerte sich am Tag der Vorlage der Geschäftszahlen für 2001 um 3,59 % auf 68,10 Euro. Unter den Gewinnern war auch die Aktie der Deutschen Post mit einem Plus von 3,94 % auf 16,08 Euro. Das Papier erholt sich damit weiter von den Tiefständen, auf die die "Aktie Gelb" wegen drohender Steuernachzahlung rutschte.

Nach einem gutem Start fiel das Papier des Dialysegeräte- Herstellers Fresenius Medical Care bis zum Abend um 1,36 % auf 60,84 Euro. Händlern zufolge lagen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2001 zwar am oberen Ende der Erwartungen. Allerdings blieben Anleger angesichts der Rechtsstreitigkeiten in den USA vorsichtig.

Die Börsen in London und Paris standen im Minus. Der Euro Stoxx 50 der europäischen Spitzenwerte fiel um 0,39 % auf 3734 Punkte. In New York verlor der Leitindex Dow Jones 0,90 % auf 10 492 Zähler. Dagegen gewann der Sammelindex der Technologiebörse Nasdaq 0,45 % auf 1837 Punkte.

Der Rentenmarkt zeigte sich uneinheitlich. Der richtungsweisende Bund-Future verlor 0,4 % auf 106,65 Punkte, der REX stieg um 0,02 % auf 112,25 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,90 (Montag: 4,89) fest. Der Euro legte zu. Am Abend überwand die europäische Gemeinschaftswährung die Marke von 0,87 $. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs bei 0,8682 (Montag: 0,8649) $ fest.

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