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Telekom startet Application Service Providing

Die Deutsche Telekom steigt in den Markt für Application Service Providing (ASP) ein. Dazu hat der Bonner Konzern das Portal Aspon eingerichtet, in das sich Anwender von jedem internetfähigen PC einloggen und dort registrieren lassen können. Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen, die keine eigene IT-Abteilung haben.

DÜSSELDORF. Zunächst steht Aspon noch im Rahmen eines Feldversuchs zur Verfügung, der im November gestartet ist und sechs Monate laufen soll. In diesem Zeitraum sollen die Nachfrage und Produktwünsche ausgelotet werden. Erst dann soll auch das Angebot ausgeweitet werden. Das besteht derzeit aus den Softwarepaketen Lotus Smart Suite, Microsoft Office Standard sowie Microsoft Office Professional. Serviceleistungen wie Updates, Support und Wartung sind inklusive.

Erste Akquisitionsbemühungen hat die Telekom auf den eigenen Kundenstamm beschränkt. Bislang nutzen rund 12 Unternehmen die neue Dienstleistung. Nach dem Feldversuch im Mai 2001 soll das Angebot ausgeweitet werden. Kunden müssen dann nicht mehr zwischen den drei Standardpaketen wählen, sondern können aus einem Gesamtangebot die benötigte Software, zum Beispiel für Buchhaltung oder Logistik, individuell zusammenstellen. Und dann wird es auch eine Marketingoffensive für das neue Geschäftsfeld geben.

Das Engagement der Telekom kommt nicht von ungefähr: Der ASP-Markt soll gigantisch wachsen. Die Dataquest-Marktforscher prophezeien den Anbietern einen weltweiten Umsatz von 25,3 Mrd. $ bis 2004 (1999: 1 Mrd. $). Auf eine simple Formel reduziert bedeutet ASP nichts anderes als "Mieten statt Kaufen". Ein Application Service Provider bietet als Dienstleistung Anwendungsprogramme an, die nicht an den Kunden verkauft und von ihm installiert werden. Der Provider verwaltet die angebotene Software auf seinem Server, auf den der Kunde gegen eine Mietgebühr per Internet zugreifen kann. Nach Meinung des Marktforschungsinstituts Forrester Research werden europäische Unternehmen jetzt beginnen, die Dienste der Provider in Anspruch zu nehmen. Eine gute Ausgangsposition für die Erschließung des ASP-Marktes hätten unabhängige Softwareverkäufer und Telekommunikationsunternehmen.

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