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Telekom veröffentlicht Übernahmeangebot für T-Online - Dividende

Die Deutsche Telekom hat ihr freiwilliges Übernahmeangebot für die Internettochter T-Online vorgelegt. Mit der Eingliederung der Darmstädter Gesellschaft will Europas führender Telekomkonzern stärker vom Wachstum im Breitbandgeschäft profitieren.

dpa-afx BONN. Die Deutsche Telekom hat ihr freiwilliges Übernahmeangebot für die Internettochter T-Online vorgelegt. Mit der Eingliederung der Darmstädter Gesellschaft will Europas führender Telekomkonzern stärker vom Wachstum im Breitbandgeschäft profitieren. Wie die Muttergesellschaft in dem am Freitag vorgelegten Übernahmeangebot mitteilte, wird T-Online nach Einschätzung der Telekom für das laufende Geschäftsjahr keine Dividende zahlen.

Sollten Vorstand und Aufsichtsrat von T-Online der Hauptversammlung von T-Online eine Dividendenzahlung vorschlagen, dann werde die Telekom dagegen stimmen. Im August hatte das T-Online-Management die Ausschüttung einer Dividende nicht ausgeschlossen, da für das laufende Geschäftsjahr ein Überschuss von bis zu 300 Mill. Euro erwartet wird. T-Online wollte die Aussagen der Telekom nicht kommentieren.

Übernahme

Die Offerte der Telekom läuft ab diesem Freitag bis zum 4. Februar. Ende kommende Woche werde das Unternehmen erstmals über die Akzeptanz der Offerte informieren, sagte ein Konzernsprecher. An der Frankfurter Börse verbuchten die Aktien der Unternehmen am Vormittag einen kleinen Abschlag. Die Vorlage des Angebots habe keine Auswirkungen auf die Kurse, sagte ein Händler.

Der Bonner Konzern will T-Online im Verlauf des kommenden Jahres per Aktientausch und Barabfindung vollständig übernehmen. Die Telekom kontrolliert 74 Prozent von T-Online, zweitgrößter Aktionär ist der französische Mischkonzern Lagardere mit 5,7 Prozent. Je Aktie bietet die Telekom 8,99 Euro und damit deutlich weniger als den Emissionpreis von 27 Euro beim Börsengang im Jahr 2000. Die Kosten für den Rückkauf schätzt das Unternehmen auf drei Mrd. Euro.

Umtauschverhältnis Ungünstiger ALS Barangebot

Wie das Verhältnis für den Umtausch von T-Online - in Telekom-Aktien aussehen wird, soll anhand von zwei Gutachten ermittelt werden, die die Gesellschaften in Auftrag gegeben haben. Die Telekom bekräftigte, dass das Umtauschverhältnis für die Aktionäre von T-Online ungünstiger als das Barangebot sein wird.

Die Reintegration der börsennotierten Tochter ist Teil der Neuausrichtung, die Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke seinem Konzern verschrieben hat. Ricke will die Vier-Säulen-Struktur auflösen und die Telekom auf die Geschäftsfelder Mobilfunk, Breitband und Geschäftskunden fokussieren. Er verspricht sich von der Verschmelzung von T-Online mit der Festnetzsparte T-Com Synergieeffekte von rund einer Milliarde Euro.

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