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Telekom weist für erstes Halbjahr voraussichtlich hohen Verlust aus

Die Deutsche Telekom wird am Dienstag Eckdaten zur Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr vorlegen und dabei erstmals Ergebnisse für die im Mai übernommenen US-Mobilfunkgesellschaften Voicestream und Powertel ausweisen.

ddp/vwd BERLIN/BONN. Während Analysten nicht zuletzt auf Grund der Firmenzukäufe einen Umsatzanstieg auf 22,6 Mrd. ? (44,2 Mrd. DM) von 19,3 Mrd. ? im Vorjahreszeitraum erwarten, wird der Konzern beim Ergebnis nach Steuern voraussichtlich tiefrote Zahlen präsentieren. So rechnen Beobachter im Durchschnitt mit einem Fehlbetrag von 320 Mill. ?. Dabei ist ein außerordentlicher Ertrag aus dem Verkauf der Sprint-Beteiligung von geschätzt 1 Mrd. ? bereits berücksichtigt.

Im ersten Halbjahr 2000 hatte die Telekom noch einen Konzernüberschuss von 4,3 Mrd. ? erzielt. Dies war allerdings auf den Verkauf der Beteiligung an Global One und den Erlös aus dem Börsengang der Internettochter T-Online zurückzuführen. Trotz der anhaltenden Verluste machen Analysten den Telekom-Aktionären Hoffnung. So empfiehlt Ilona Hasselbring von der Hamburger Berenberg Bank den Titel als "Kauf" mit einem Kursziel von 35 bis 40 ?. "Die Reduktion der hohen Kundenakquisitionskosten im Mobilfunk in den vergangenen Monaten dürfte sich positiv auf das Ergebnis auswirken", sagte die Analystin.

Die Halbjahres-Eckdaten werden auch Aufschluss über den Schuldenstand der Telekom geben, den die Analysten auf 66 bis 69 Mrd. ? schätzen. Nach dem ersten Quartal lag er bei 57 Mrd. ?. Bis Ende 2002 will die Telekom den Schuldenberg auf 50 Mrd. ? abtragen.

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