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Telekom will Schulden um bis zu 14 Mrd. Euro senken

Die Deutsche Telekom will nach eigenen Angaben im laufenden Jahr vorrangig ihre Verschuldung abbauen, die US-Unternehmen Voicestream und Powertel in den Konzern integrieren und mit Abstand weltweiter Marktführer bei der DSL-Anschlusstechnik werden.

Reuters BONN. Diese Zielvorgaben machte die Telekom auf einem Analystentreffen nach Bekanntgabe der Bilanz für das Geschäftsjahr 2000 in Bonn. Im Jahr 2001 werde dem Konzern eine Trendwende bei der operativen Profitabilität gelingen, heißt es in den Veranstaltungsunterlagen für die Analysten. Die Verschuldung von rund 57 Mrd. Euro zum Ende des ersten Quartals soll durch Mittelzuflüsse zwischen elf und 14 Mrd. Euro deutlich gedrückt werden, heißt es in den Unterlagen. Erwartet werden der Verkauf weiterer Anteile an TV-Kabelgesellschaften und die Veräußerung erster Immobilienbestände.

Das vor der Übernahme durch die Telekom stehende US-Unternehmen Voicestream will nach Angaben des Bonner Konzerns den geplanten Zusammenschluss mit Powertel im Juni abschließen. Den Abschluss der eigenen Übernahme durch die Telekom erwartet Voicestream Ende Mai. Die Telekom geht unter diesen Voraussetzungen davon aus, dass Voicestream im laufenden Jahr schneller als die Konkurrenz von Sprint PCS, AT&T Wireless, Cingular und Verizon wächst und die Betriebskosten auf Basis der Kundenzahl senken wird. Als Wachstumszielgröße wird der im ersten Quartal erzielte zehnprozentige Anstieg der VoiceStream-Kundenzahlen genannt. Auch werde VoiceStream auf neuen Märkten in den USA antreten, heißt es in den Unterlagen.

Bei der DSL-Anschlusstechnik strebt die Telekom die weltweite Marktführerschaft an. Den Angaben zufolge ist die Telekom derzeit bereits europäischer Marktführer bei DSL-Anschlüssen, die einen schnellen Anschluss an das Internet bieten und hohe Datenübetragungsraten gewährleisten. Knapp vor der Telekom rangiert derzeit den Unterlagen zufolge auf Basis der Zahl der Anschlüsse weltweit noch der US-Konzern SBC. Zum Jahresende 2001 will die Telekom den US-Konkurrenten jedoch mit 2,6 Millionen DSL-Anschlüssen deutlich überflügelt haben. Bei SBC würden dann 2,2 Millionen Anschlüsse erwartet.

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