Telekom will sich aus operativem Geschäft zurückziehen
Hintergrund: Breit angelegt schwach ausgebaut - die Kabelnetze in Deutschland

jgo DÜSSELDORF. Über Kabel werden in Deutschland mehr als 50 Prozent der Haushalte mit Radio- und TV-Programmen versorgt. Die Bandbreiten von zunächst 300, später 450 Megahertz erweiterten seit Anfang der Achtzigerjahre die Programmauswahl der Haushalte und ermöglichten den Siegeszug des werbefinanzierten Fernsehens. Mit dem Aufkommen preisgünstigen Satellitendirektempfangs verlor das Kabel allerdings an Reiz; für breitbandige Dienste reicht das bisherige Spektrum zudem nicht aus. Deshalb forderten vor allem die privaten Netzbetreiber die Telekom auf, die Frequenzen aufzustocken und einen Rückkanal einzuführen oder aber sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen.

Für den Netz-Verkauf teilte die Telekom Deutschland in neun Regionen auf, und zwar in die Gebiete Baden-Württemberg, Bayern, Berlin/Brandenburg, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen. Auch nach dem Verkauf der Mehrheiten behält der ehemalige Monopolist zum Teil bedeutende Anteile an den neuen Gemeinschaftsunternehmen. Aus dem operativen Geschäft will sich die Telekom aber zurückziehen.

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