Telekom zeigt sich überrascht
VoiceStream mit deutlich mehr Verlust

Die US-Mobilfunkgesellschaft VoiceStream Wireless, die die Deutsche Telekom übernehmen will, hat im dritten Quartal 2000 ihren Verlust mehr als versechsfacht.

Reuters NEW YORK. Das Unternehmen mit Sitz in Bellevue im US-Bundesstaat Washington teilte am Montagabend nach Börsenschluss mit, sein Nettoverlust sei auf 661,3 Mill. $ von 93,0 Mill. ein Jahr zuvor gestiegen. Trotz starken Kundenzuwachses hätten sich höhere Ausgaben und Kosten der Expansion ausgewirkt. Der Fehlbetrag je Aktie sei auf 3,02 $ von 97 Cent im Vorjahr gestiegen, der Umsatz im dritten Quartal auf 562,2 (134,9) Mill. $. Der bereinigte Ebitda-Verlust habe 226,0 Mill. $ betragen. Eine Vergleichszahl dafür nannte VoiceStream nicht.

Im Berichtsquartal habe der Mobilfunkanbieter 501 200 neue Abonnenten gewonnen. Damit belaufe sich die gesamte Abonnentenzahl auf 3,1 Mill.. Aus diesem Geschäft seien dem Unternehmen im dritten Quartal Umsätze von 336,2 Mill. $ zugeflossen, was einem Anstieg von 215 % gegenüber dem Vorjahr entspreche. Die Durchschnittserlöse je Abonnent wurden mit 52 $ genannt, was unter den Erwartungen einiger Analysten lag.

Das Unternehmen sei optimistisch, auch im vierten Quartal einen starken Zuwachs bei den Kundenzahlen zu erreichen. Eine genaue Prognose für das laufende Quartal gab VoiceStream nicht ab. Auch der geplanten Übernahme des Unternehmens durch die Deutsche Telekom sehe VoiceStream mit Zuversicht entgegen. US-Parlamentarier hatten das Vorhaben wegen der verbliebenen Staatsbeteiligung von 43 % am Kapital der Deutschen Telekom kritisiert. Das US-Justizministerium hatte den Übernahmeplan allerdings gebilligt.

Ein Sprecher der Deutschen Telekom, die VoiceStream für rund 30 Mrd. $ in Aktien übernehmen will, sagte am Dienstagmorgen in Bonn, die Zahlen seien wie erwartet ausgefallen. Die Kundenzahl habe sich sogar besser entwickelt als der Markt erwarte habe, fügte er hinzu.

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