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Telekomaktien drücken Europas Börsen

Die europäischen Börsen haben sich am Donnerstag überwiegend schwächer präsentiert. Händler machten einen weiterhin hohen Ölpreis und Gewinnwarnungen verschiedener Unternehmen aus den USA für den Trend verantwortlich.

An den europäischen Handelsplätzen zeigten sich Technologie- und Telekomwerte meist auf der Verliererseite. Indes waren die Vorgaben von der Wall Street gemischt. Der Dow-Jones-Index notierte am Abend mit 0,2 Prozent leicht im Plus bei 10.712 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index lag um 1,3 Prozent tiefer bei 3846 Zählern.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 1,9 Prozent auf 4815 Zählern, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 2,3 Prozent auf 4933 Punkte.


LONDON - FTSE-Index tiefer
An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index am Donnerstag um 1,2 Prozent auf 6199 Punkte gefallen. Besonders starke Verluste verzeichneten Telewest Communication mit einem Minus von 10,83 Prozent auf 142 Pfund, nachdem die Investmenbank Merrill Lynch die Aktie heruntergestuft hatte. Die Aktien der British Telecom fielen um 5,4 Prozent auf 736 Pfund.

ZÜRICH - SMI-Index freundlich
Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag dem negativen Trend der europäischen Börsen widersetzt und freundlich geschlossen. Der SMI Index notierte um 0,4 Prozent höher auf 7865 Punkte. Gesucht waren vor allem ABB , Holderbank, Sulzer und Sulzer Medica , die Händlerangaben zufolge von einer technischen Erholung nach den markanten Kursverlusten der vergangenen Tage profitierten.

PARIS - CAC-Index deutlich im Minus
Die Pariser Börse verzeichnete deutliche Kursverluste. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen rutschte um 2,3 Prozent auf 6254 Punkte. Zu den größten Verlierern zählte France Telecom mit minus 3,3 Prozent auf 116,5 Euro, nachdem Lehman Brothers sein Kurziel für die Aktie von 165 Euro auf 140 Euro heruntergesetzt hatte. Alcatel gaben um fast sechs Prozent nach.

MAILAND - Mib30-Index schwächer
Der Mailänder Aktienhandel reihte sich in den allgemeinen Abwärtstrend an den europäischen Börsen ein. Der MIB30-Index fiel um 1,3 Prozent auf 44.972 Punkte. Aktien von Telekommunikationsunternehmen erholten sich entgegen dem allgemeinen Trend bis Handelschluss von vorübergehenden Kursverlusten. Der Kurs von Tecnost stieg um 0,3 Prozent auf 3,59 Euro, Olivetti legte um 0,8 Prozent auf 3,29 Euro zu. Seat, der Internetpartner von Telecom Italia, schloss mit 0,3 Prozent leicht im Plus bei 3,3 Euro.

MADRID - Ibex-Index tiefer
Auch die spanische Börse folgte dem europäischen Trend. Der IBEX-Index verlor 0,9 Prozent auf 10.803 Punkte. Die Aktien von Telefonica, dem größten Wert im IBEX, fielen um 1,1 Prozent auf 22,40 Euro. Cantabrico und Union Fenosa zeigten sich nach Gewinnmitnahmen in den vergangen Tagen mit plus 0,59 beziehungsweise 0,4 Prozent dagegen wieder im Aufwind.

AMSTERDAM - AEX-Index im Abwind
In Amsterdam rutschte der AEX-Index um 1,2 Prozent auf 656 Punkte. Besonders starke Verluste verzeichneten das Telekommunikationsunternehmen KPN, das um 4,3 Prozent auf 24,7 Euro abrutschte. ASM Lithography gaben um 1,3 Prozent auf 39,75 Euro nach.

WIEN - ATX-Index leichter
Die Wiener Aktien haben am Donnerstag mit einer schwachen Bank Austria tiefer tendiert. Der ATX ermäßigte sich um 0,27 Prozent auf 1166 Punkte. Das Indexschwergewicht Bank Austria lag im Gefolge der schwachen HypoVereinsbank 0,6 Prozent tiefer bei 59,5 Euro. Wienerberger, die zuvor den Verkauf der Treibacher Industrie AG an den deutschen Industriellen Finck bekannt gegeben hatten, stiegen dagegen um 0,3 Prozent auf 24,49 Euro.

BRÜSSEL - BEL20-Index leicht im Plus
Die Börse in Brüssel verabschiedete sich freundlich aus dem Handel. Der Bel20-Index schloss 0,05 Prozent fester mit 2976 Punkten. Zu den Verlieren gehörte Fortis, die um gut zwei Prozent auf 32,12 Euro nachgaben.

STOCKHOLM - OMX-Index schwach
Schwache Telekommunikations- und Technologietitel haben am Donnerstag den schwedischen Aktienmarkt belastet. Der OMX-Index schloss mit 1256 Punkten (minus 2,5 Prozent) schwach. Marktschwergewicht Ericsson verlor 11,5 Kronen auf 167,5 Kronen. Rivale Nokia verzeichnete ebenfalls Verluste. Die Aktie notierte bei 405 Skr um 18 Skr leichter.

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