Telekomausrüster sendet positive Signale an die Börse
Rekordverlust bei Alcatel

Der französische Telekom-Ausrüster Alcatel hat am Donnerstag einen Schlussstrich unter das katastrophale Geschäftsjahr 2001 gezogen.

afp PARIS. Alcatel verzeichnete einen Rekordverlust von 4,963 Milliarden Euro (9,7 Milliarden Mark). Allein im vierten Quartal belief sich das Minus nach Angaben des Unternehmens auf 1,5 Milliarden Euro. "Die Krise von 2001 war konjunkturell bedingt", sagte Firmenchef Serge Tchuruk der Pariser Wirtschaftszeitung "La Tribune". "Niemand kann mit Sicherheit sagen, wann es wieder aufwärts geht." Dennoch traut Alcatel sich in der zweiten Jahreshälfte 2002 einen Auftragszuwachs zu. Auf diese Ankündigung reagierte die Pariser Börse mit steigenden Kursen für die Alcatel-Aktie.

Der Umsatz von Alcatel ging im vergangenen Jahr um 19,2 Prozent auf 25,4 Milliarden Euro zurück. Davon wurde die Hälfte in Europa erwirtschaftet, knapp 20 Prozent entfielen auf die Vereinigten Staaten, 13 Prozent auf Asien und 16 Prozent auf den Rest der Welt. Alcatel hat sich in den vergangenen Jahren auf das Geschäftsfeld Telekom-Ausrüstung konzentriert und betrachtet sich in diesem Bereich inzwischen als Weltmarktführer. Die Alcatel-Aktie notierte am Donnerstagmorgen bei 17,85 Euro und verzeichnete damit ein Plus von 3,8 Prozent.

Bereits im Oktober hatte Alcatel ein Minus von rund fünf Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2001 prognostiziert. Tchuruk hatte zugleich einen radikalen Sanierungskurs angekündigt, den er am Donnerstag bekräftigte. Das Abstoßen von Produktionsstätten sei kein "Wunsch", sondern eine "Notwendigkeit", sagte Tchuruk der "Tribune". Vor allem die Handy-Produktion wird von Alcatael ausgelagert. Alcatel hatte in Folge der Krise im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit 33.000 Arbeitsplätzen angekündigt.

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